Friedrich Fröhlich

Am Totenbett (Oma mit gefalteten Händen), Friedrich Fröhlich
Am Totenbett (Oma mit gefalteten Händen)
Friedrich Fröhlich, 35
Bleistift auf Papier
29.7 × 21  cm
„Da stand ich das erste Mal vor einer Toten. Also ich glaube, das war das erste Mal. Was mir sofort auffiel, waren die Hände. Also die waren nicht normal ineinandergelegt, wie es passiert, wenn man sie selbst ineinanderlegt. Sondern die waren so hineingedrückt! Irgendwie, damit sie zusammenhalten. Sonst wären sie wohl wieder zurückgefallen. Das sah richtig angestrengt aus! Deshalb hab ich auf diesem Bild die Hände auch viel größer gemacht, weil mein Fokus auf den Händen lag. Und nachdem ich auch einen zweiten Toten ein Jahr später gesehen hatte, ist mir auch der Kragen aufgefallen. Bei beiden war so ein Kragen da! Und Knöpfe! Also eigentlich hatten die Toten drei Merkmale: Der Kragen, die Knöpfe am Hemd und die Hände.“

#am totenbett


Ja, ich möchte über neue Arbeiten von Friedrich Fröhlich informiert werden:

Ich habe die Informationen zum Datenschutz gelesen

Totenbett

Totenbett
Am Totenbett (Oma mit gefalteten Händen), Friedrich Fröhlich
Die Darstellung des Sterbebetts in der Kunst reicht bis in die Antike zurück. In der ägyptischen Kunst wurden Totenbetten als Teil des Totenkultes dargestellt und sollten den Verstorbenen auf seiner Reise ins Jenseits begleiten. Auch in der christlichen Kunst des Mittelalters und der Renaissance findet man Darstellungen des Sterbebetts, die das Thema des Todes, der Buße und der Hoffnung auf das Jenseits behandeln.

Im 19. Jahrhundert gewann das Motiv des Sterbebetts an Bedeutung, insbesondere in der Romantik und dem Realismus. Künstler wie Édouard Manet und Gustave Courbet schufen Werke, die die Realität des Sterbens und des Todes ungeschönt darstellten. Das Sterbebett wurde oft als Ort des Leidens und der Verzweiflung dargestellt und rief beim Betrachter eine emotionale Reaktion hervor.

Die Techniken, mit denen das Sterbebett in der bildenden Kunst dargestellt wird, variieren je nach Stil und Künstler. Gemälde und Zeichnungen sind beliebte Medien, um das Thema zu erfassen. Die Künstler verwenden oft realistische Darstellungen, um die Szene möglichst detailgetreu wiederzugeben. Es werden verschiedene Perspektiven gewählt, um die emotionale Wirkung zu verstärken und die Bedeutung des Todes hervorzuheben.

Skulpturen können ebenfalls das Motiv des Sterbebetts darstellen. Hier kann die Darstellung des Körpers im Ruhezustand oder die Positionierung des Toten im Bett betont werden. Bronze oder Marmor werden oft für Skulpturen verwendet, um den Eindruck von Stabilität und Dauerhaftigkeit zu vermitteln.

Bekannte Künstler, die das Motiv des Sterbebetts in ihrer Arbeit aufgegriffen haben, sind unter anderem Édouard Manet, der mit seinem Gemälde "Le Lit de Mort" (Das Sterbebett) eine kontroverse Darstellung schuf. Auch Vincent van Gogh widmete dem Sterbebett in seinem Werk "Der Arzt" besondere Aufmerksamkeit. Diese Künstler setzten das Sterbebett als kraftvolles Symbol für menschliche Endlichkeit und existenzielle Fragen ein.

Tod Tierschädel