Digitale Kunst und NFT
Digitale Kunst existiert seit den 1960er Jahren – die Debatte über ihr Verhältnis zum Kunstmarkt ist aber erst mit den NFTs von 2021 in die breite Öffentlichkeit gedrungen. Mit nicht-fungiblen Token ließ sich erstmals ein digitales Bild als Unikat ausweisen und für Millionen verkaufen. Was folgte, war ein Boom, ein Crash und eine nüchternere Neuorientierung: Was ist ein digitales Kunstwerk wert, wenn es unbegrenzt kopierbar ist?
Figurative Malerei
Die Figur ist zurück – und sie war nie wirklich weg. Nach Jahrzehnten, in denen Abstraktion und Konzeptkunst die kritische Aufmerksamkeit dominierten, steht die figurative Malerei seit den 2010er-Jahren wieder im Zentrum des Kunstmarkts und der Kunstkritik. Was sich verändert hat, ist die Komplexität: Die Figur trägt heute Fragen nach Identität, Politik und Körper, die sie früher selten trug.
Psyche und Kunst
Psyche und Kunst sind seit dem frühen 20. Jahrhundert auf eine Weise verbunden, die beide verändert hat: Die Psychoanalyse gab der Kunst neue Quellen im Unbewussten; die Bildende Kunst gab der Psychologie neue Evidenz für die Eigengesetzlichkeit des seelischen Lebens. Kein anderes Denkmodell hat die Ästhetik des 20. Jahrhunderts so tief geprägt wie die Psychologie.