Ernst Marow

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Ernst Marow
I am a stranger here - Natura morte orientale, Öl auf Leinwand, 2016

Ernst Marow

1934 – 2018


Der 1934 in Königsberg in der Neumark/Mark Brandenburg geborene Maler und Graphiker Ernst Marow flüchtete vor dem Ende des 2. Weltkrieges 1945 mit seiner Familie nach Niedersachsen. Nach Kunststudien bis 1959 in Hannover und Berlin ging er bis 1972 zunächst in den Schuldienst, ehe er sich ganz der Malerei widmete.

In seinen Arbeiten wandte er sich der unmittelbaren Wirklichkeit zu; den damaligen Trend nach Abstraktion lehnte er ab. Einen besonderen Schwerpunkt bildet seine Auseinandersetzung mit der ihn umgebenden Vegetation und den naturhaften Erscheinungen aus seiner unmittelbaren Umgebung. Der Künstler brachte durch seine Beobachtung der Welt in seinen Werken, sei es in seinen Zeichnungen oder Ölbildern, eine geheimnisvolle Kraft und einen magischen Zauber zum Ausdruck, der ihn als romantischen Realisten erscheinen läßt.

Sein graphisches Lebenswerk schuf Marow mit seinem bedeutenden Zyklus "FÜR ODYSSEUS", der aus 107 großformatigen Kaltnadel-Radierungen besteht. Viele Jahre lang, von 2000 bis 2014, arbeitete der Künstler an seiner Hommage an Odysseus, in die er auch Stationen seiner eigenen Lebensreise verwoben hat. So schickt er seiner Radierfolge in dichterischen Worten eine persönliche dramatische Begegnung mit dem Meer voraus. Auch identifizierte er sich selbst in einigen Blättern
mit Odysseus.

Mag dieser umfangreiche Zyklus das 20. Jahrhundert bereits überschritten haben, so gehört er seiner künstlerischen Bedeutung und seines thematischen Zusammenhangs wegen ebenfalls in den Kreis der großen Homer-Illustrationen des 20. Jahrhunderts. Zeitgleich mit seinem graphischen Zyklus entstanden einige Ölbilder zur Odyssee, darunter ein Odysseus-Triptychon.

Im Jahr 2014 nahm die Albertina, Wien, eine Suite mit Marows 107 Radierungen zur Odyssee in die graphische Sammlung auf.

Über sein sein graphisches Hauptwerk sagte der Künstler: "Von Anfang an war ich überzeugt, daß die wunderbaren Figuren jener Lebensfahrt auch heutig sind, ja, im eigenen Leben erscheinen, wirklich sind. Diese ihre magische Gegenwart galt es darzustellen, sie zum Leben zu erwecken, eigenständig als Bildwesen, nicht als textbegleitende Illustration, sondern parallel zum Text."

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