Bildhauerei
Hauen oder modellieren – dem Stein entgegengehen oder das Material aufbauen: Die Bildhauerei ist die einzige Gattung der bildenden Kunst, die für entgegengesetzte Herangehensweisen an dieselbe Aufgabe gleichermaßen bekannt ist. Von Bronze und Marmor bis zur computergesteuerten Fräse hat sich ihr Repertoire grundlegend erweitert – das Grundprinzip blieb.
Die Büste
Die Büste ist eine der ältesten und beständigsten Formen der Porträtplastik: Sie zeigt Kopf, Hals und Schultern einer Person und verdichtet auf engstem Raum Ähnlichkeit, Charakter und Würde. Von den Ahnengalerien Roms über die Herrschaftsporträts des Barock bis zu zeitgenössischen Bildnisskulpturen hat die Büste nichts von ihrer Präsenz verloren.
Natur und Land Art
Land Art verlässt das Atelier und das Museum und macht die Erde selbst zum Material und Ort des Werks. Seit den späten 1960er-Jahren haben Künstler Spiralen in Salzseen gebaut, Steinkreise auf Berggipfeln errichtet und Schnee zu vergänglichen Skulpturen gefügt. Das Werk gehört der Landschaft – und vergeht mit ihr.