Das Einhorn in der Kunst
Kein Fabeltier hat eine widersprüchlichere Geschichte als das Einhorn: im Mittelalter ein Sinnbild für Christus und jungfräuliche Reinheit, in der frühen Neuzeit eine der teuersten Arzneien Europas, heute eine pinke Ikone auf T-Shirts und Pride-Paraden. Wie aus einem angeblich realen Wildtier der Antike ein religiöses Andachtsbild und schließlich ein Symbol der Selbstbehauptung wurde, zeigt seine Kunstgeschichte.
Der Hund in der Kunst
Kein Tier steht dem Menschen näher – und keines so oft mit im Bild: Der Hund begleitet die Kunst seit der Antike als Symbol der Treue, Jagdgefährte und Schoßtier, ehe er sein eigenes Porträt bekam. Und einmal, bei Goya, wurde aus dem Nebendarsteller das vielleicht rätselhafteste Hundebild der Kunstgeschichte.
Feministische Kunst
Feministische Kunst ist kein Stil, sondern eine Haltung: Sie stellt Sichtbarkeit her, wo Unsichtbarkeit Normalzustand war. Seit den 1970er-Jahren hat sie die Kunstgeschichte verändert – in der Praxis, in der Theorie und im Markt. Die Korrektur einer jahrhundertelangen Schieflage ist noch nicht abgeschlossen.