Aquarellmalerei
Kein Medium ist so leicht und so unerbittlich zugleich wie das Aquarell: Wasser und Pigment auf weißem Papier, keine Korrektur, kein Zurück. Von Dürers Feldhasen über Turners Lichtstürme bis zu Noldes verbotenen Bildern – die Geschichte einer Technik, die aus Zufall und Kontrolle lebt.
Das Stillleben
Ein Krug, drei Äpfel, ein erloschenes Licht: Das Stillleben ist die Kunst, dem Unscheinbaren Bedeutung abzugewinnen. Jahrhundertelang als niedrigste Bildgattung belächelt, wurde es zum heimlichen Labor der Malerei – von den holländischen Prunktischen bis zu Cézannes Äpfeln, die die Moderne einleiteten.
Der Spiegel in der Kunst
Kaum ein Gegenstand in der Kunstgeschichte trägt so widersprüchliche Bedeutungen wie der Spiegel: Er warnt vor Vergänglichkeit, feiert Schönheit, verwirrt den Blick des Betrachters und macht ihn schließlich selbst zum Teil des Werks. Von einem flämischen Vanitas-Triptychon des 15. Jahrhunderts bis zu einer Stahlplatte aus den 1960er-Jahren zeigt sich an kaum einem anderen Motiv so deutlich, wie sich die Funktion eines Bildgegenstands über Jahrhunderte verändern kann.