Das Porträt
Kein Bildthema ist älter als das Gesicht des Menschen – und keines hat die Erfindung der Fotografie so spektakulär überlebt. Das Porträt war Machtinstrument, Liebespfand und Totengedenken, ehe es zur Frage wurde, die es bis heute ist: Was sieht man, wenn man einen Menschen ansieht?
Die Büste
Die Büste ist eine der ältesten und beständigsten Formen der Porträtplastik: Sie zeigt Kopf, Hals und Schultern einer Person und verdichtet auf engstem Raum Ähnlichkeit, Charakter und Würde. Von den Ahnengalerien Roms über die Herrschaftsporträts des Barock bis zu zeitgenössischen Bildnisskulpturen hat die Büste nichts von ihrer Präsenz verloren.
Kopffüßler
Kopffüßler – Tintenfische, Oktopusse, Kalmare und Nautiluse – faszinieren die Kunst seit der Bronzezeit: als Meereswesen von fremdartigem Körperbau, als Symbol des Abgrunds und als ornamentales Motiv von außerordentlicher Gestaltungskraft. Ihre fließenden Tentakel, die runde Kopfform und der Kontrast zwischen Weichheit und Kraft machen Kopffüßler zu einem der beständigsten Motive der Bildkunst.