Digitale Kunst und NFT
Digitale Kunst existiert seit den 1960er Jahren – die Debatte über ihr Verhältnis zum Kunstmarkt ist aber erst mit den NFTs von 2021 in die breite Öffentlichkeit gedrungen. Mit nicht-fungiblen Token ließ sich erstmals ein digitales Bild als Unikat ausweisen und für Millionen verkaufen. Was folgte, war ein Boom, ein Crash und eine nüchternere Neuorientierung: Was ist ein digitales Kunstwerk wert, wenn es unbegrenzt kopierbar ist?
Original oder Kunstdruck
Original, Originalgrafik, limitierter Fine-Art-Print, Poster: Der Markt verwendet diese Begriffe unscharf, teils absichtlich. Keiner davon ist rechtlich geschützt. Wer kauft, sollte die Kategorien deshalb selbst prüfen können – an überprüfbaren Merkmalen statt an Verkaufsvokabeln.
Art brut
Art brut bezeichnet Kunst, die abseits akademischer Schulen und etablierter Institutionen entsteht – geschaffen von Autodidakt:innen, psychiatrischen Patient:innen oder gesellschaftlichen Außenseiter:innen. Der Maler Jean Dubuffet prägte den Begriff 1945 und stellte dieser unverstellten, „rohen" Bildsprache die akademisch geschulte „Kultur-Kunst" gegenüber.