Neue Sachlichkeit
Kein Sentiment, kein Pathos – nur der präzise Blick auf Wirklichkeit, oft unangenehm genau. Die Neue Sachlichkeit der Weimarer Republik, benannt 1925 vom Mannheimer Museumsdirektor Gustav Friedrich Hartlaub, antwortete auf den Expressionismus mit kühler Schärfe: Sie malte die Gesellschaft der 1920er-Jahre, wie sie war – und wie man sie nicht sehen wollte.
Surrealismus
Eine weiche Uhr, ein Apfel vor dem Gesicht, eine Pelztasse: Die Bilder des Surrealismus gehören zum kollektiven Gedächtnis der Moderne. Die Bewegung, die 1924 in Paris den Traum zur Wirklichkeit erklärte, hat die Kunst verändert – und unser Wort für alles Unwirkliche gleich mit.
Psyche und Kunst
Psyche und Kunst sind seit dem frühen 20. Jahrhundert auf eine Weise verbunden, die beide verändert hat: Die Psychoanalyse gab der Kunst neue Quellen im Unbewussten; die Bildende Kunst gab der Psychologie neue Evidenz für die Eigengesetzlichkeit des seelischen Lebens. Kein anderes Denkmodell hat die Ästhetik des 20. Jahrhunderts so tief geprägt wie die Psychologie.