Abstrakte Malerei
Vor gut hundert Jahren wagten Malerinnen und Maler den radikalsten Schritt der Kunstgeschichte: Bilder, die nichts mehr abbilden. Farbe, Form und Rhythmus wurden zur eigenen Sprache. Was als Skandal begann, ist heute eine selbstverständliche Bildsprache der Gegenwart – und wird doch immer wieder neu erfunden.
Der Spiegel in der Kunst
Kaum ein Gegenstand in der Kunstgeschichte trägt so widersprüchliche Bedeutungen wie der Spiegel: Er warnt vor Vergänglichkeit, feiert Schönheit, verwirrt den Blick des Betrachters und macht ihn schließlich selbst zum Teil des Werks. Von einem flämischen Vanitas-Triptychon des 15. Jahrhunderts bis zu einer Stahlplatte aus den 1960er-Jahren zeigt sich an kaum einem anderen Motiv so deutlich, wie sich die Funktion eines Bildgegenstands über Jahrhunderte verändern kann.
Der Vogel in der Kunst
Vögel sind die geborenen Bildtiere: gemustert, beweglich, dem Himmel näher als wir. Die Kunst hat sie als Götterboten und Seelenträger gedeutet, als Wissenschaftsobjekt seziert und als reine Form des Fluges abstrahiert – vom ägyptischen Falken bis zu Brancusis goldenem Vogel im Raum.