Das Stillleben
Ein Krug, drei Äpfel, ein erloschenes Licht: Das Stillleben ist die Kunst, dem Unscheinbaren Bedeutung abzugewinnen. Jahrhundertelang als niedrigste Bildgattung belächelt, wurde es zum heimlichen Labor der Malerei – von den holländischen Prunktischen bis zu Cézannes Äpfeln, die die Moderne einleiteten.
Die Blume in der Kunst
Keine Bildgattung wird so unterschätzt wie das Blumenbild – und keine hat mehr doppelte Böden. Hinter der Schönheit von Rose, Tulpe und Sonnenblume verhandelte die Kunst Jahrhunderte lang Glauben, Geld und Vergänglichkeit. Und die Moderne fand in der Blüte ausgerechnet ihr Versuchsfeld für Farbe und Form.
Tanz in der Kunst
Tanz ist das flüchtigste aller Motive: Das Kunstwerk muss festhalten, was nur im Moment existiert. Seit Edgar Degas seine Balletttänzerinnen in das Pariser Atelier holte, ist das Spannungsverhältnis zwischen Bewegung und Stillstand eines der fruchtbarsten in der Kunst – und eines, das bis in die Gegenwartskunst reicht.