Das Stillleben
Ein Krug, drei Äpfel, ein erloschenes Licht: Das Stillleben ist die Kunst, dem Unscheinbaren Bedeutung abzugewinnen. Jahrhundertelang als niedrigste Bildgattung belächelt, wurde es zum heimlichen Labor der Malerei – von den holländischen Prunktischen bis zu Cézannes Äpfeln, die die Moderne einleiteten.
Die Blume in der Kunst
Keine Bildgattung wird so unterschätzt wie das Blumenbild – und keine hat mehr doppelte Böden. Hinter der Schönheit von Rose, Tulpe und Sonnenblume verhandelte die Kunst Jahrhunderte lang Glauben, Geld und Vergänglichkeit. Und die Moderne fand in der Blüte ausgerechnet ihr Versuchsfeld für Farbe und Form.
Die Nacht in der Kunst
Die Nacht ist in der Kunstgeschichte selten einfach nur Dunkelheit. Sie ist Bühne für dramatische Lichtregie, Anlass religiöser Kontemplation, kosmisches Schauspiel und schließlich Kulisse für das moderne Großstadtleben unter Glühbirnenlicht. Wie sich die Bedeutung der Nacht über vier Jahrhunderte verschiebt, zeigt sich an vier Bildern, von denen eines seinen Beinamen einem Missverständnis verdankt.