Die Büste
Die Büste ist eine der ältesten und beständigsten Formen der Porträtplastik: Sie zeigt Kopf, Hals und Schultern einer Person und verdichtet auf engstem Raum Ähnlichkeit, Charakter und Würde. Von den Ahnengalerien Roms über die Herrschaftsporträts des Barock bis zu zeitgenössischen Bildnisskulpturen hat die Büste nichts von ihrer Präsenz verloren.
Das Doppelbildnis
Im Doppelbildnis rücken zwei Menschen in einem einzigen Bild zusammen – als Paar, als Rivalen oder als Verbündete. Die Gattung reicht von den Hochzeitsporträts der flämischen Frührenaissance bis zu den subversiv-ironischen Doppelbildern der Moderne und stellt Malerinnen und Maler bis heute vor die Frage, wie zwei Persönlichkeiten in einer Komposition ihren Platz finden.
Das Selbstporträt
Im Selbstporträt wird der Künstler zugleich zum Modell und zum Beobachter seiner selbst. Was im Mittelalter zunächst als religiöse Geste begann, entwickelte sich seit der Renaissance zu einer eigenständigen Bildgattung, in der sich Selbstbild, gesellschaftlicher Status und Selbstbefragung auf engstem Raum verbinden.