Bleistiftzeichnung
Der Bleistift ist das demokratischste aller Kunstwerkzeuge: billig, überall verfügbar, korrigierbar. Gerade deshalb wurde er lange unterschätzt – als Mittel der Skizze, nicht des Werks. Dabei hat die Bleistiftzeichnung eine eigene Geschichte, eigene Meister und in der Gegenwart eine erstaunliche Renaissance als autonome Kunstform.
Das Doppelbildnis
Im Doppelbildnis rücken zwei Menschen in einem einzigen Bild zusammen – als Paar, als Rivalen oder als Verbündete. Die Gattung reicht von den Hochzeitsporträts der flämischen Frührenaissance bis zu den subversiv-ironischen Doppelbildern der Moderne und stellt Malerinnen und Maler bis heute vor die Frage, wie zwei Persönlichkeiten in einer Komposition ihren Platz finden.
Das Selbstporträt
Im Selbstporträt wird der Künstler zugleich zum Modell und zum Beobachter seiner selbst. Was im Mittelalter zunächst als religiöse Geste begann, entwickelte sich seit der Renaissance zu einer eigenständigen Bildgattung, in der sich Selbstbild, gesellschaftlicher Status und Selbstbefragung auf engstem Raum verbinden.