Tierschädel: Was vom Tier bleibtTierschädel sind in der Bildkunst mehr als Überreste: Sie sind Symbole von Vergänglichkeit und Schönheit, von Natur und Tod zugleich. Von den Vanitas-Stillleben des 17. Jahrhunderts bis zu Georgia O'Keeffes großformatigen Knochenbildern aus der amerikanischen Wüste hat der Tierschädel eine eigene ästhetische Sprache entwickelt, die sich von der des menschlichen Totenschädels deutlich unterscheidet.
Adam und Eva: Am Anfang war die NacktheitKaum ein biblisches Motiv hat die europäische Kunstgeschichte so nachhaltig geprägt wie die Geschichte von Adam und Eva: Die Erschaffung des ersten Menschenpaares, der Sündenfall und die Vertreibung aus dem Paradies boten über Jahrhunderte hinweg Anlass, den menschlichen Körper, seine Schönheit und seine Schuld immer wieder neu zu deuten.
Art brut: Die Kunst der AußenseiterArt brut bezeichnet Kunst, die abseits akademischer Schulen und etablierter Institutionen entsteht – geschaffen von Autodidakt:innen, psychiatrischen Patient:innen oder gesellschaftlichen Außenseiter:innen. Der Maler Jean Dubuffet prägte den Begriff 1945 und stellte dieser unverstellten, „rohen" Bildsprache die akademisch geschulte „Kultur-Kunst" gegenüber.