Offene Ateliers in Lübeck
In Lübeck zeigen Künstlerinnen und Künstler ihre Arbeit dort, wo sie entsteht: Bei den »Offenen Ateliers«, organisiert von der seit 1946 bestehenden Gemeinschaft Lübecker Künstlerinnen und Künstler, öffnen Dutzende Ateliers in der ganzen Stadt. Die Overbeck-Gesellschaft ergänzt das Programm im historischen Pavillon von 1930.Arbeiten in Ateliers in Lübeck ansehen
Offene Ateliers: 27 Adressen, 55 Künstlerinnen und Künstler
Die Gemeinschaft Lübecker Künstlerinnen und Künstler e.V. geht auf die Gründungsversammlung der »Gemeinschaft Lübecker Maler und Bildhauer« im Februar 1946 zurück; erster Vorsitzender war der Maler Curt Störmer, sein Stellvertreter der Maler Karl Gieth. Der Name wurde später erweitert, um auch Fotografinnen, Objekt- und Konzeptkünstler einzuschließen; heute zählt die Gemeinschaft rund 90 Mitglieder, von denen neun den Vorstand und den Arbeitsausschuss bilden.
Ihr wichtigstes öffentliches Format sind die »Offenen Ateliers«: Bei der 13. Auflage im Mai 2025 öffneten 27 Ateliers ihre Türen, 55 Lübecker Künstlerinnen und Künstler standen für Gespräche bereit – seit der ersten Ausgabe hat sich das Format zu einem festen Termin im Lübecker Kulturkalender entwickelt. Der Eintritt ist frei, die Stationen verteilen sich von den Altstadtgassen bis nach St. Lorenz Süd, St. Gertrud, Schlutup, Travemünde und Kronsforde. Zu festen Zeiten starten geführte Rundgänge zu ausgewählten Ateliers auf der Altstadtinsel; ein gemeinsames Abschlussfest beschließt das Wochenende. Besucherinnen und Besucher erleben dabei Gemaltes, Gezeichnetes, Fotografiertes, Geklebtes, Gebautes und Geschweißtes unmittelbar am Entstehungsort und können mit den Kunstschaffenden ins Gespräch kommen.
Overbeck-Gesellschaft: Vernissagen im Pavillon von 1930
Die Overbeck-Gesellschaft wurde im März 1918 auf Initiative des Museumsdirektors Karl Schaefer gegründet und nach dem Lübecker Nazarener-Maler Friedrich Overbeck benannt; ihr wichtigstes Anliegen war von Beginn an, zeitgenössische Kunst einem breiten Publikum zu vermitteln. Die ersten Ausstellungen fanden im alten Schabbelhaus an der Mengstraße statt, ab 1927 dann im neuen Behnhaus-Museum, dessen Räume zunehmend zu klein für das wachsende Ausstellungsprogramm der Gesellschaft wurden. Mit wachsendem Programm entstand 1930 ein eigenes Ausstellungsgebäude im Stil der Neuen Sachlichkeit, entworfen vom Lübecker Architekten Wilhelm Bräck in den Gärten hinter dem Behnhaus – der Pavillon überstand den Zweiten Weltkrieg und wird bis heute für Vernissagen und Veranstaltungen der Gesellschaft genutzt.
Gemeinsame Projekte verbinden die Overbeck-Gesellschaft zudem mit der Kunstkirche St. Petri: Im sakralen Raum der Backsteinkirche zeigen Lübecker und auswärtige Künstlerinnen und Künstler zeitgenössische Arbeiten, die im Dialog mit der gotischen Architektur stehen – eine Begegnung, die Pavillon, Gesellschaftsräume und Kirchenraum zu einem Ausstellungsverbund verknüpft.
Museum Behnhaus Drägerhaus als Ergänzung
Das Behnhaus wurde 1783 als klassizistisches Stadtpalais für den Weinhändler Peter Hinrich Tesdorpf errichtet; der Lübecker Senat erwarb das damals stark sanierungsbedürftige Gebäude Anfang Februar 1921, der spätere Museumsdirektor Carl Georg Heise richtete darin ein Museum ein, 1923 öffnete die Gemäldegalerie. Das benachbarte Drägerhaus an der Königstraße kam erst 1980 nach zweijährigem Umbau hinzu, finanziert vom Industriellen Heinrich Dräger. Die Innenraumgestaltung beider Häuser stammt vom dänischen Architekten Joseph Christian Lillie; die Privatgemächer des Hausherrn und der Hausherrin im Behnhaus zählen zu den bedeutendsten klassizistischen Innenausstattungen Norddeutschlands. Führungen zeigen unter anderem Werke von Caspar David Friedrich, Lovis Corinth, Max Liebermann und Lyonel Feininger.
Wer Kontakt zu einer Lübecker Künstlerin oder einem Künstler sucht, findet die passenden Angaben am besten über deren eigene Website oder Social-Media-Kanäle. Ein Lübeck-Besuch lässt sich gut mit einem Spaziergang durch die Altstadt und an die Ostseeküste verbinden, deren Backsteinarchitektur seit Jahrhunderten Künstlerinnen und Künstler anzieht – von den Nazarenern um Friedrich Overbeck bis zu den Mitgliedern der heutigen Künstlergemeinschaft.
Schon gewusst?
Was sind die Offenen Ateliers in Lübeck?
Die Offenen Ateliers sind das zentrale Format der Gemeinschaft Lübecker Künstlerinnen und Künstler e.V. An einem Mai-Wochenende öffnen rund 27 Ateliers ihre Türen, 55 Künstlerinnen und Künstler stehen für Gespräche bereit. Der Eintritt ist frei, geführte Rundgänge ergänzen das Programm.
Seit wann gibt es die Gemeinschaft Lübecker Künstlerinnen und Künstler?
Die Gemeinschaft wurde im Februar 1946 als Gemeinschaft Lübecker Maler und Bildhauer gegründet, erster Vorsitzender war Curt Störmer. Heute zählt sie rund 90 Mitglieder und organisiert unter anderem die jährlichen Offenen Ateliers.
Was ist der Pavillon der Overbeck-Gesellschaft?
Der Pavillon wurde 1930 vom Lübecker Architekten Wilhelm Bräck im Stil der Neuen Sachlichkeit in den Gärten hinter dem Behnhaus errichtet, weil die 1918 gegründete Overbeck-Gesellschaft mehr Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst benötigte. Er wird bis heute für Vernissagen genutzt.
Quellen & Hinweis
https://museum-behnhaus-draegerhaus.dehttps://www.overbeckgesellschaft.deDieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell geprüft.