Neue Sachlichkeit: Der klare Blick auf die Wirklichkeit
Kein Sentiment, kein Pathos – nur der präzise Blick auf Wirklichkeit, oft unangenehm genau. Die Neue Sachlichkeit der Weimarer Republik, benannt 1925 vom Mannheimer Museumsdirektor Gustav Friedrich Hartlaub, antwortete auf den Expressionismus mit kühler Schärfe: Sie malte die Gesellschaft der 1920er-Jahre, wie sie war – und wie man sie nicht sehen wollte.