Der Spiegel in der Kunst
Kaum ein Gegenstand in der Kunstgeschichte trägt so widersprüchliche Bedeutungen wie der Spiegel: Er warnt vor Vergänglichkeit, feiert Schönheit, verwirrt den Blick des Betrachters und macht ihn schließlich selbst zum Teil des Werks. Von einem flämischen Vanitas-Triptychon des 15. Jahrhunderts bis zu einer Stahlplatte aus den 1960er-Jahren zeigt sich an kaum einem anderen Motiv so deutlich, wie sich die Funktion eines Bildgegenstands über Jahrhunderte verändern kann.
Expressionismus
Der Expressionismus ist der deutsche Beitrag zur Weltkunst des 20. Jahrhunderts: Malerei, die nicht zeigt, wie die Welt aussieht, sondern wie sie sich anfühlt. Grelle Farben, harte Konturen, verzerrte Körper – was 1905 als Provokation begann, prägt die expressive Malerei bis heute.
Politische Kunst
Kunst und Politik haben eine lange, spannungsvolle Geschichte. Von Goyas Kriegsbildern bis zu Ai Weiweis Installation aus Migranten-Schwimmwesten: Das Kunstwerk als politischer Akt stellt immer dieselbe Frage – was kann ein Bild bewirken, was ein Manifest oder eine Demonstration nicht kann?