Tanz in der Kunst
Tanz ist das flüchtigste aller Motive: Das Kunstwerk muss festhalten, was nur im Moment existiert. Seit Edgar Degas seine Balletttänzerinnen in das Pariser Atelier holte, ist das Spannungsverhältnis zwischen Bewegung und Stillstand eines der fruchtbarsten in der Kunst – und eines, das bis in die Gegenwartskunst reicht.
Das Doppelbildnis
Im Doppelbildnis rücken zwei Menschen in einem einzigen Bild zusammen – als Paar, als Rivalen oder als Verbündete. Die Gattung reicht von den Hochzeitsporträts der flämischen Frührenaissance bis zu den subversiv-ironischen Doppelbildern der Moderne und stellt Malerinnen und Maler bis heute vor die Frage, wie zwei Persönlichkeiten in einer Komposition ihren Platz finden.
Das Selbstporträt
Im Selbstporträt wird der Künstler zugleich zum Modell und zum Beobachter seiner selbst. Was im Mittelalter zunächst als religiöse Geste begann, entwickelte sich seit der Renaissance zu einer eigenständigen Bildgattung, in der sich Selbstbild, gesellschaftlicher Status und Selbstbefragung auf engstem Raum verbinden.