Der Spiegel in der Kunst
Kaum ein Gegenstand in der Kunstgeschichte trägt so widersprüchliche Bedeutungen wie der Spiegel: Er warnt vor Vergänglichkeit, feiert Schönheit, verwirrt den Blick des Betrachters und macht ihn schließlich selbst zum Teil des Werks. Von einem flämischen Vanitas-Triptychon des 15. Jahrhunderts bis zu einer Stahlplatte aus den 1960er-Jahren zeigt sich an kaum einem anderen Motiv so deutlich, wie sich die Funktion eines Bildgegenstands über Jahrhunderte verändern kann.
Der Vogel in der Kunst
Vögel sind die geborenen Bildtiere: gemustert, beweglich, dem Himmel näher als wir. Die Kunst hat sie als Götterboten und Seelenträger gedeutet, als Wissenschaftsobjekt seziert und als reine Form des Fluges abstrahiert – vom ägyptischen Falken bis zu Brancusis goldenem Vogel im Raum.
Jesus in der Kunst
Die Darstellung des gekreuzigten Jesus zählt zu den wirkungsmächtigsten Bildmotiven der europäischen Kunstgeschichte. Über anderthalb Jahrtausende hat sie sich gewandelt: vom triumphierenden Herrscher am Kreuz zum äußersten Ausdruck menschlichen Leidens – und zurück. Kaum ein anderes Motiv wurde so oft gemalt, gehauen und gegossen wie der Gekreuzigte.