Bildende Künstler

Offene Ateliers in Berlin

Berlin hat keinen zentralen Ateliertag – die Stadt ist dafür zu groß. Stattdessen öffnen sich die Arbeitsorte dezentral: bei den Open Studios der Residenzhäuser, den Festen der großen Atelierstandorte und das ganze Jahr über nach Vereinbarung.
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Ateliers besuchen nach Vereinbarung

Der verlässlichste Weg ins Berliner Atelier führt über die direkte Verabredung: Viele Bildende Künstlerinnen und Künstler empfangen Interessierte nach Terminabsprache in ihren Arbeitsräumen – in Wedding, Neukölln, Kreuzberg oder Charlottenburg, über alle Bezirke der Stadt verteilt. Gerade in einer Metropole, deren Szene so weiträumig produziert, ersetzt der verabredete Besuch das, was anderswo der zentrale Ateliertag leistet. Kontakt nimmt man am besten über die eigene Website, das Instagram-Profil oder die Galerie der jeweiligen Künstlerin oder des Künstlers auf.

Das Berliner Arbeitsraumprogramm

Hinter vielen dieser Adressen steht ein eigenes Förderinstrument: Das Land Berlin unterstützt über das Arbeitsraumprogramm bezahlbare Ateliers für Bildende Künstlerinnen und Künstler. Zum Jahresende 2024 waren 1924 geförderte Arbeitsräume in Nutzung, davon 1199 Ateliers der Bildenden Kunst – ein deutlicher Zuwachs gegenüber den 859 strukturell gesicherten Ateliers im Jahr 2003. Verwaltet wird die Förderung über das Atelierbüro im Kulturwerk des BBK Berlin (Köthener Straße 44), das dienstags und donnerstags als zentrale Anlaufstelle für alle in Berlin lebenden Bildenden Künstlerinnen und Künstler bei der Ateliersuche berät – unabhängig von einer Verbandsmitgliedschaft. Die geförderten Häuser sind über die ganze Stadt verteilt und öffnen unregelmäßig zu eigenen Terminen oder im Rahmen der Berlin Art Week.

Open Studios und Atelierhaus-Feste

Dezentrale Formate gibt es reichlich. Das 1974 gegründete Künstlerhaus Bethanien in Kreuzberg vergibt international ausgeschriebene Atelierstipendien – unter anderem in Zusammenarbeit mit der KfW Stiftung – und öffnet bei seinen Open Studios regelmäßig die Arbeitsräume seiner Residenzkünstlerinnen und -künstler für Publikum. Die Uferhallen in Wedding, ein 1931 errichteter ehemaliger Straßenbahn- und Busbetriebshof, bieten auf ihrem denkmalgeschützten Gelände rund 80 Ateliers für etwa 150 Kunstschaffende; seit der Gründung des Uferhallen e.V. 2019 und der Sicherung eines langfristigen Mietvertrags Ende 2023 laden die Häuser zu Ausstellungswochenenden und Rundgängen ein. In den geförderten Atelierhäusern des Arbeitsraumprogramms finden darüber hinaus regelmäßig Hausöffnungen statt. Wer solche Termine sucht, wird bei den Häusern selbst und im Programm der Berlin Art Week fündig, die im September viele Ateliertüren gleichzeitig öffnet.

Panke Open Studios in Wedding

Ein neueres Format zeigt, wie dezentrale Atelierstandorte zusammenfinden können: Im Juli 2025 öffneten die Uferhallen, die Gerichtshöfe und das Haus an der Chausseestraße 48 erstmals gemeinsam als Panke Open Studios – ein Kulturparcours mit mehr als 60 beteiligten Ateliers entlang der Panke in Wedding. Besucherinnen und Besucher konnten an einem Wochenende neue Arbeiten sehen und mit den Kunstschaffenden ins Gespräch kommen; getragen wurde das Format vom Bezirksamt Mitte mit Mitteln der Städtebauförderung von Bund und Land.

Rundgänge der Hochschulen

Die jährlichen Rundgänge der Universität der Künste und der Kunsthochschule Berlin-Weißensee zeigen die kommende Künstlergeneration in ihren Werkstätten und Klassenräumen – kein Atelierbesuch im engeren Sinn, aber ein regelmäßiger Termin, um Berliner Kunstproduktion am Entstehungsort zu sehen. Wer beim Besuch kaufen möchte, findet die Wege dazu auf der Seite Kunst kaufen in Berlin beschrieben.

Was diese Formate gemeinsam zeigen: Berlins Kunstproduktion lässt sich nicht an einem einzigen Ort oder Tag erfassen. Wer die Szene jenseits der großen Institutionen kennenlernen will, kombiniert am besten mehrere Zugänge – ein Open-Studios-Termin in einem Residenzhaus, ein Rundgang an einer Hochschule und die direkte Anfrage bei einzelnen Künstlerinnen und Künstlern.

Schon gewusst?

Gibt es in Berlin einen stadtweiten Tag der offenen Ateliers?

Nein – dafür ist die Szene zu groß und zu verstreut. Atelierbesuche laufen dezentral: über Open Studios der Residenzhäuser wie des Künstlerhauses Bethanien, Feste und Rundgänge der großen Atelierstandorte, die Berlin Art Week im September und vor allem über direkte Terminvereinbarung mit den Künstlerinnen und Künstlern.

Wie vereinbart man einen Atelierbesuch bei Berliner Künstlern?

Am direktesten über persönliche Anfrage: Ein kurzes Anschreiben mit Terminvorschlag genügt – Atelierbesuche nach Vereinbarung sind in der Berliner Szene üblich und erwünscht. Kontaktdaten finden sich in der Regel auf der eigenen Website oder den Social-Media-Profilen der Künstlerin oder des Künstlers.

Wann öffnen die Ateliers im Rahmen der Berlin Art Week?

Die Berlin Art Week findet jährlich im September statt; Termine und teilnehmende Häuser veröffentlicht berlin-art-week.de. Neben Messen und Ausstellungseröffnungen organisiert die Art Week Atelierbesuche in geförderten Häusern des Berliner Arbeitsraumprogramms.

Quellen & Hinweishttps://www.bethanien.dehttps://www.bbk-kulturwerk.dehttps://www.udk-berlin.dehttps://uferhallen.dehttps://berlin-art-week.de

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell geprüft.