Offene Ateliers in Augsburg
Augsburg hat kein festes stadtweites Atelierformat, aber zwei dauerhaft geöffnete Künstlerhäuser: die historische Antonspfründe der Künstlervereinigung „Die Ecke" und das neue Haus Schöne Felder mit 69 Ateliers. Dazu kommen Besuche nach Vereinbarung und Künstlergespräche in den großen Ausstellungshäusern.Antonspfründe: Künstlerhaus seit 1966
Die Künstlervereinigung Augsburg „Die Ecke" e.V., 1907 von Architekten, bildenden Künstlerinnen und Künstlern sowie Kunstfreunden gegründet, verwaltet seit 1966 das städtische Künstlerhaus Antonspfründe in der Dominikanergasse. Die über 600 Jahre alte Anlage aus Antonspfründe und Antoniuskapelle ersetzte einen historischen Künstlerhof, der zwischen 1926 und 1944 zerstört worden war; erst 1965, nach Auflösung eines dort untergebrachten Altenheims, setzte sich der damalige Vorsitzende von „Die Ecke", Ernst Berschet, gemeinsam mit dem städtischen Kultur- und Stiftungsamt für die Umwandlung in ein Künstlerhaus ein. Nach Umbau wurde die Antonspfründe am 14. Oktober 1966 mit einem großen Fest als Atelierhaus eröffnet; heute arbeiten dort 17 Künstlerinnen und Künstler in eigenen Ateliers, die von der Stiftungsverwaltung der Stadt Augsburg vermietet und von „Die Ecke" e.V. vergeben werden. Seit 1971 betreibt der Verein zusätzlich am Elias-Holl-Platz die Galerie Die Ecke für zeitgenössische, vorwiegend junge Kunst mit jährlich rund sieben Wechselausstellungen, ergänzt um Sommerausstellungen im Park des Kurhauses Göggingen und im Garten der Buchegger Villa. Bei wiederkehrenden Terminen wie der Langen Kunstnacht öffnen die Ateliers der Antonspfründe für die Öffentlichkeit.
Haus Schöne Felder: neues Atelierhaus mit 69 Arbeitsräumen
Der 2019 gegründete Verein Schöne Felder e.V. eröffnete 2023 sein erstes Atelierhaus auf dem Gelände einer ehemaligen Weinhandlung und organisierte dort regelmäßige Ausstellungen und Tage der offenen Tür. Mittlerweile ist der Verein in ein größeres Haus im Theaterviertel mit den Adressen Volkhartstraße 9 und Schaezlerstraße 34 umgezogen, das zuvor von der Katholischen Jugendfürsorge genutzt worden war und sechs Jahre leer stand: Auf fünf Ebenen und 1.900 Quadratmetern bietet das Haus Schöne Felder 69 vermietbare Arbeitsräume für Malerei, Zeichnung, Grafik, Illustration, Bildhauerei und Musik, ergänzt um eine Galerie, einen Co-Working-Bereich, einen offenen Bereich mit Café-Atmosphäre im Erdgeschoss und ein geplantes Atelier für Gastkünstlerinnen und -künstler, die zeitweise in Augsburg arbeiten. Offene Studios und Ausstellungstage geben regelmäßig Einblick in die Arbeit der dort ansässigen Kunstschaffenden.
Atelierbesuche auf Anfrage
Da es anders als in Düsseldorf oder Essen kein festes jährliches stadtweites Atelierformat gibt, sind persönliche Absprachen außerhalb der beiden Häuser der wichtigste Weg zu Augsburger Künstlerinnen und Künstlern. Die Anfrage läuft hier meist über die Website oder den Instagram-Account der jeweiligen Künstlerin oder des Künstlers.
Museen und Ausstellungsräume als Ergänzung
Das H2 im Glaspalast, das Schaezlerpalais und das Maximiliansmuseum organisieren neben den regulären Ausstellungen Führungen und Künstlergespräche, bei denen Kunstschaffende ihre Arbeit vorstellen – eine Ergänzung zum Atelierbesuch, aber kein Ersatz für den direkten Werkstattbesuch. Wer Augsburg als Kunstziel plant, kombiniert Ateliertermine am besten mit einer Ausstellungseröffnung im Glaspalast oder Schaezlerpalais; für eine städteübergreifende Route bietet sich zudem die Verbindung mit München an, da Augsburg mit dem Zug in weniger als einer halben Stunde von dort aus erreichbar ist.
Wer die Augsburger Atelierszene über das Jahr verteilt erleben will, kombiniert am besten einen Termin in der Antonspfründe mit einem Besuch im Haus Schöne Felder – zwei Häuser mit sehr unterschiedlicher Geschichte, vom über 600 Jahre alten Stiftungsgebäude bis zum 2023 gegründeten Neubauprojekt, aber demselben Grundgedanken: bezahlbarer Arbeitsraum für freischaffende Künstlerinnen und Künstler in der Stadt.
Schon gewusst?
Was ist die Antonspfründe in Augsburg?
Ein seit 1966 von der Künstlervereinigung „Die Ecke" e.V. verwaltetes städtisches Künstlerhaus in der Dominikanergasse mit 17 Ateliers. Die über 600 Jahre alte Anlage wird von der Stiftungsverwaltung der Stadt Augsburg vermietet; bei Terminen wie der Langen Kunstnacht öffnen die Ateliers für die Öffentlichkeit.
Was bietet das Haus Schöne Felder?
Ein 2023 gegründetes, mittlerweile in ein größeres Gebäude umgezogenes Atelierhaus mit 69 vermietbaren Arbeitsräumen auf fünf Ebenen, betrieben vom Verein Schöne Felder e.V. Offene Studios und Ausstellungstage geben regelmäßig Einblick in die Arbeit der ansässigen Kunstschaffenden.
Gibt es in Augsburg ein stadtweites Format für offene Ateliers?
Ein festes jährliches Format nach Art eines stadtweiten Ateliertags gibt es nicht. Atelierbesuche finden vor allem in der Antonspfründe und im Haus Schöne Felder statt, sowie punktuell auf persönliche Anfrage bei einzelnen Künstlerinnen und Künstlern.
Was lässt sich in Augsburg außer Ateliers noch im Bereich Kunst erleben?
Augsburg bietet eine ungewöhnliche Dichte historischer Kunstorte: das Rokokopalais Schaezlerpalais mit Staatsgalerie, das Maximiliansmuseum mit der Augsburger Goldschmiedekunst und das H2 im Glaspalast für zeitgenössische Kunst – alle in einer kompakten Innenstadt, die sich in einem halben Tag zu Fuß erschließen lässt.
Quellen & Hinweis
https://www.kunstsammlungen-museen.augsburg.dehttps://www.kunstverein-augsburg.dehttps://www.augsburg.dehttps://die-ecke.deDieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell geprüft.