Bildende Künstler

Kunst kaufen in Augsburg

In Augsburg verbinden sich ein institutionelles Ausstellungsangebot im Glaspalast und Schaezlerpalais mit einer überschaubaren Galerienszene, einer Artothek zum Ausleihen von Kunst und direktem Zugang zu regionalen Künstlerinnen und Künstlern.

Galerie im H2 und kommerzielle Galerien

Der Glaspalast bietet mit Galerie Noah und dem Ausstellungsprogramm des H2 – Zentrum für Gegenwartskunst einen direkten Einstieg in zeitgenössische Kunst in Augsburg. Die Galerie Noah im selben Haus besteht seit 2002 und wurde vom Augsburger Unternehmer und Glaspalast-Eigentümer Ignaz Walter gegründet; das Programm umfasste unter anderem Arbeiten von Georg Baselitz, Markus Lüpertz, Jörg Immendorff und Arnulf Rainer. Das H2 ist seit 2006 im historischen Glaspalast untergebracht, einem 1910 nach Plänen des auf Spinnereibauten spezialisierten Architekten Philipp Jakob Manz errichteten Industriebau. Neben der städtischen Sammlung in der benachbarten Halle H1 (rund 1.100 Quadratmeter) zeigt das H2 (rund 1.600 Quadratmeter) wechselnde Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Mehrere weitere Galerien in der Innenstadt zeigen regionale und überregionale Positionen; das Preisniveau entspricht dem einer bayerischen Mittelstadt mit gehobenem Kulturpublikum. Für Neueinsteiger sind Grafik und Edition zugänglicher als großformatige Gemälde oder Skulptur.

Artothek: Kunst leihen statt kaufen

Einen Sonderweg bietet die Artothek der Gesellschaft für Gegenwartskunst (GfG): Mehr als 140 Arbeiten auf Papier von regional, national und international bekannten Künstlerinnen und Künstlern lassen sich dort gegen eine Gebühr ausleihen statt kaufen – ein niedrigschwelliger Einstieg, um Werke im eigenen Wohnumfeld zu erproben, bevor eine Kaufentscheidung fällt.

Museumsshops und historische Kunst

Das Schaezlerpalais, das Maximiliansmuseum und das H2 bieten Shops mit Katalogen, Editionen und Reproduktionen zu ihren Ausstellungen. Wer historische Augsburger Kunst – insbesondere Grafik, Goldschmiedearbeiten oder Drucke – erwerben möchte, findet Angebote bei spezialisierten Kunsthändlern und auf Augsburger Auktionen. Das Maximilianmuseum, 1855 in zwei Patrizierpalästen eröffnet, zeigt mit seiner Goldschmiedekunst-Sammlung rund sechzig Objekte aus Renaissance, Barock und Rokoko – Epochen, in denen Augsburg neben Nürnberg zu den bedeutendsten Zentren der Goldschmiedekunst im deutschsprachigen Raum zählte. Werke Augsburger Goldschmiede finden sich bis heute in Sammlungen europäischer Residenzen, darunter im Kreml-Museum in Moskau.

Schaezlerpalais: Rokoko als Rahmen für Kunstgeschichte

Das Schaezlerpalais ist selbst Teil der Augsburger Kunstgeschichte: Der Augsburger Bankier Benedikt Adam Liebert ließ das Gebäude ab 1765 vom Münchner Hofarchitekten Karl Albert von Lespilliez errichten. Den Rokoko-Festsaal mit seinem mehr als 100 Meter langen Zugang schmückte der römische Maler Gregorio Guglielmi mit einem Deckengemälde. Nach Lieberts Tod ging das Haus an seinen Schwiegersohn Johann Lorenz von Schaezler über; dessen Nachkommen schenkten es 1958 der Stadt Augsburg. Seit 1970 zeigt die Deutsche Barockgalerie dort Werke im historischen Rahmen.

Direktkauf und Augsburger Künstlernetz

Augsburg hat keine eigene Kunsthochschule, aber eine aktive freie Szene mit Bezügen zur Münchner Akademie der Bildenden Künste, an der ein Teil der hier ansässigen Künstlerinnen und Künstler ausgebildet wurde. Über Ausstellungseröffnungen und den Kunstverein Augsburg – 1833 als vierter bayerischer Kunstverein nach Nürnberg, Bamberg und München gegründet – lassen sich Kontakte zu regionalen Künstlerinnen und Künstlern knüpfen; Direktkäufe aus dem Atelier sind in der überschaubaren Szene gut möglich.

Vollständige Werkdokumentation, Signatur und Rechnung sind auch beim Direktkauf aus dem Atelier der Standard, an den sich Käuferinnen und Käufer halten sollten. Die Nähe zu München erweitert das Angebot zusätzlich: Wer im Raum Augsburg lebt, hat den Münchner Kunsthandel mit seinen Galerien und Auktionshäusern in rund 40 Minuten Bahnfahrt erreichbar und kann beide Märkte parallel beobachten.

Schon gewusst?

Wo kauft man in Augsburg zeitgenössische Kunst?

Erste Anlaufstellen sind die Galerien im und um den Glaspalast sowie der Kunstverein Augsburg. Der direkte Kontakt zu freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern ergibt sich meist über Ausstellungseröffnungen und Vereinsveranstaltungen.

Wo findet man historische Augsburger Kunst zu kaufen?

Historische Augsburger Kunst – Grafik, Drucke, Goldschmiedearbeiten – findet sich bei spezialisierten Kunsthändlern in der Innenstadt und auf regionalen Auktionen. Das Maximiliansmuseum und das Schaezlerpalais führen zudem Shops mit hochwertigen Reproduktionen aus ihren Sammlungen.

Hat Augsburg eine Kunsthochschule mit Rundgang?

Augsburg hat keine eigene Kunstakademie oder Kunsthochschule. Für Hochschulrundgänge mit Direktkaufmöglichkeit bietet sich die Akademie der Bildenden Künste München an, die in knapp einer Stunde erreichbar ist.

Was ist die Artothek in Augsburg?

Die Artothek der Gesellschaft für Gegenwartskunst verleiht mehr als 140 Arbeiten auf Papier von Künstlerinnen und Künstlern gegen eine Gebühr. Sie richtet sich an alle, die Kunst zunächst im eigenen Zuhause erproben möchten, bevor sie kaufen.

Quellen & Hinweishttps://www.kunstsammlungen-museen.augsburg.dehttps://www.kunstverein-augsburg.dehttps://www.kunstmuseumwalter.comhttps://www.gfg-augsburg.de

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell geprüft.