Bildende Künstler

Kunst kaufen in Fulda

Fuldas Kunstszene ist überschaubar, aber durch den 1987 gegründeten Kunstverein, mehrere Innenstadtgalerien und die direkte Nachbarschaft zur documenta in Kassel gut vernetzt – mit dem Vonderau Museum als musealem Anker.

Kunstverein mit Wurzeln im Künstlerbund

Der heutige Kunstverein Fulda e.V. wurde 1987 als Fuldaer Künstlerbund e.V. gegründet und am 19. Juli 1988 ins Vereinsregister eingetragen; 1995 entschied die Mitgliederversammlung die Umwandlung in einen Kunstverein. Mit über 100 Mitgliedern zeigt er seine jährliche Querschnittsausstellung meist im Vonderau Museum; seit 2007 bestimmt die Mitgliederversammlung das Jahresthema, seit den späten 1990er-Jahren bewertet eine externe Jury die eingereichten Arbeiten. Die Ausstellungen entwickeln sich im Austausch mit den Kunstvereinen Bad Hersfeld und Bad Neustadt zu Wanderausstellungen und ermöglichen bei den Eröffnungen den direkten Kauf einzelner Werke.

Galerien in der Innenstadt

In Fuldas historischer Innenstadt zeigen mehrere Galerien regionale und überregionale Kunst, darunter die Kunsthandlung Bilder Fuchs am Abtstor. Das Angebot umfasst Gemälde, Druckgrafik und Skulptur; regionale Positionen des 20. Jahrhunderts sind gut vertreten. Für Liebhaber ostrhessischer Landschaftsmalerei und regionaler Kunsthandwerkstradition bietet Fulda damit ein konzentriertes Angebot auf kurzen Wegen.

Vonderau Museum und regionale Tradition

Das Vonderau Museum entstand 1875 aus der Schenkung einer privaten Sammlung durch Domkapitular Konrad Hahne und trug zunächst den Namen Städtisches Museum. Den heutigen Namen erhielt es am 2. April 1938 zum 75. Geburtstag des Heimatforschers Joseph Vonderau, der das Haus von 1897 bis 1947 leitete. Heute gliedert es sich in die Abteilungen Stadt- und Kulturgeschichte, Naturkunde sowie Malerei und Skulptur, ergänzt durch ein Lapidarium mit Bauschmuck und historischen Grabsteinen im Erdgeschoss. Die Gemäldesammlung zeigt unter anderem Werke des fürstbischöflichen Hofmalers Johann Andreas Herrlein (1723–1796), Rhön-Landschaftsmaler seit dem späten 19. Jahrhundert sowie Arbeiten des Jungen Kunstkreises Fulda, der sich von 1958 bis 1973 intensiv mit der Nachkriegsmoderne auseinandersetzte. Seit 1990 betreibt das Museum zudem ein Planetarium mit 35 Plätzen, das 2021 zu einer rein digitalen Fulldome-Anlage umgebaut wurde. Im Museumsshop finden sich Kataloge, Reproduktionen und ausgewählte Editionen zu den Sammlungen. Wer Kunsthandwerk mit regionaler Tradition sucht – Keramik, Textil, Schmuck aus Osthessen – findet auf regionalen Märkten und in spezialisierten Werkstätten ein eigenständiges Angebot.

Direktkauf und Nähe zur documenta

Über Ausstellungseröffnungen im Kunstverein Fulda und im Vonderau Museum lassen sich Kontakte zu in Fulda und der Region lebenden Künstlerinnen und Künstlern knüpfen; Direktkäufe aus dem Atelier sind auf Anfrage möglich. Die Ratgar-Basilika, von 791 bis 819 erbaut und bei ihrer Vollendung die größte Kirche im Frankenreich, nahm am 1. November 819 die Gebeine des 754 in Friesland erschlagenen Bonifatius in ein neues Grab auf; über dieser Grablege entstand später der heutige barocke Fuldaer Dom. Das ebenfalls barocke Stadtschloss, von 1706 bis 1714 nach Plänen des Stiftsbaumeisters Johann Dientzenhofer für denselben Fürstabt Adalbert I. von Schleifras errichtet, der zuvor bereits den Neubau über der Bonifatius-Grablege vorangetrieben hatte, bildet mit seiner Vierflügelanlage den architektonischen Gegenpart zum Dom und prägt gemeinsam mit ihm das Bild der Barockstadt. Diese sakrale Kunsttradition der Stadt – geprägt durch Dom, Stadtschloss und Klosterkultur – beeinflusst das Galerienprogramm bis heute: Figürliche und gegenständliche Positionen haben in Fulda ein größeres Gewicht als in vergleichbaren Städten ohne diese kirchliche Prägung. Die Nachbarschaft der documenta in Kassel erweitert das Kaufangebot für internationale zeitgenössische Positionen erheblich; Frankfurt am Main ist zudem mit der Bahn in etwa einer Stunde erreichbar.

Schon gewusst?

Wo kauft man in Fulda Originalkunst?

Galerien in der Innenstadt – etwa die Kunsthandlung Bilder Fuchs – und der 1987 gegründete Kunstverein Fulda sind die ersten Anlaufstellen. Für zeitgenössische regionale Kunst bieten Ausstellungseröffnungen direkten Zugang zu den Künstlerinnen und Künstlern. Das Vonderau Museum führt Reproduktionen und Kataloge aus der regionalen Sammlung.

Welche regionalen Kunsttraditionen gibt es in Fulda zu entdecken?

Fulda hat eine ausgeprägte sakrale Kunsttradition (Dom, Klosterkultur) und eine regionale Landschafts- und Genremalerei des 19. Jahrhunderts, die im Vonderau Museum dokumentiert ist. Kunsthandwerk mit regionalem Bezug findet sich bei spezialisierten Werkstätten und auf Märkten.

Welche Kunstgattungen dominieren das Angebot der Fuldaer Galerien?

Gemälde, Druckgrafik und kleinformatige Skulptur regionaler Künstler überwiegen. Die sakrale Kunsttradition der Stadt beeinflusst das Galerienprogramm: Figürliche und gegenständliche Positionen haben in Fulda ein größeres Gewicht als in vergleichbaren Städten ohne diese kirchliche Prägung.

Seit wann gibt es den Kunstverein Fulda?

Der Verein wurde 1987 als Fuldaer Künstlerbund gegründet und 1988 ins Vereinsregister eingetragen. 1995 erfolgte die Umbenennung in Kunstverein Fulda e.V. Heute zählt er über 100 Mitglieder und zeigt seine Jahresausstellung meist im Vonderau Museum.

Quellen & Hinweishttps://www.fulda.de/kultur-freizeit/vonderau-museumhttps://www.fulda.de

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