Kunst kaufen in Hannover
Hannover verbindet die 1916 gegründete Kestner Gesellschaft und den seit 1832 bestehenden Kunstverein Hannover mit Galerien in der Nordstadt, einem eigenen Atelierhaus und direktem Zugang zur freien Szene – mit dem Erbe von Kurt Schwitters als kultureller Referenz.Kestner Gesellschaft und Kunstverein Hannover
Die Kestner Gesellschaft wurde am 31. August 1916 gegründet, nachdem der Direktor des Kestner-Museums, Albert Brinckmann, gemeinsam mit dem Kunstgewerbeschuldirektor Wilhelm von Debschitz das als „stocksteif" kritisierte Ausstellungsklima der Stadt verändern wollte; Bürger wie Hermann Bahlsen und August Madsack gehörten zu den Gründern. 1936 zur Schließung gezwungen, öffnete die Gesellschaft 1948 wieder. Benannt ist sie nach dem Kunstsammler und Diplomaten August Kestner (1777–1853); ihr Haus, ein ehemaliges Stadtbad, wurde bis 1997 von den Hannoveraner Architekten Kai-Michael Koch, Anne Panse und Andreas Christian Hühn umgebaut und erhielt im selben Jahr den BDA-Preis. Der junge Förderkreis KUNSTKOMM der Kestner Gesellschaft vermittelt gezielt jüngeren Sammlerinnen und Sammlern Zugang zu deren Ausstellungen. Der Kunstverein Hannover wurde bereits 1832 gegründet und hat seinen Sitz seit 1856 im Künstlerhaus, das König Georg V. von Hannover 1853 grundsteinlegte und das der Architekt Conrad Wilhelm Hase entwarf. Gewinnerinnen und Gewinner des zweijährlich vergebenen Förderpreises erhalten ein zweijähriges Arbeitsstipendium mit Wohn- und Atelierraum in der Villa Minimo, benannt in Anlehnung an die römische Villa Massimo.
Galerienszene in Nordstadt und Lister Viertel
Hannovers Galerienszene verteilt sich auf die Nordstadt, das Lister Viertel und die Innenstadt. Die Galerie Falkenberg für neue Kunst zeigt seit über 15 Jahren Positionen junger und etablierter Künstlerinnen und Künstler; metavier, 2018 von Bestatter Sven Friedrich Cordes und Kurator Johann Brandes gegründet, widmet sich Themen rund um Tod und Vergänglichkeit und zeigt dabei internationale Positionen zu Abschied, Erinnerung und Bestattungskultur. Das Studio Sonsu zeigt internationale, handgedruckte Originalgrafik in limitierten Auflagen, oft in Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern aus dem Ausland. Edition und Druckgrafik sind in Hannover insgesamt gut vertreten, auch über kleinere Projekträume in der Nordstadt, die regelmäßig wechselnde Ausstellungen zeigen.
Atelierhaus und Direktkauf
Das Atelierhaus Hannover e.V. stellt als gemeinnütziger Verein Atelierräume für Künstlerinnen und Künstler bereit, die sich bewusst für den Standort Hannover entschieden haben. Hannover hat keine eigenständige Kunsthochschule für Bildende Kunst; die Nähe zur HBK Braunschweig und zur Kunsthochschule Kassel beeinflusst dennoch die Zusammensetzung der freien Szene. Direktkäufe aus dem Atelier sind über Ausstellungseröffnungen und Projekträume möglich und oft preiswerter als der Galerienweg. Kassel ist mit der Bahn in etwa einer Stunde, Braunschweig in rund 30 Minuten erreichbar, was den Austausch mit den dortigen Kunsthochschulen erleichtert.
Museumsshops und Editionen
Das Sprengel Museum geht auf die Schenkung zurück, mit der Margit und Bernhard Sprengel 1969 ihre Sammlung moderner Kunst der Stadt Hannover übertrugen; der nach den Architekten Peter und Ursula Trint sowie Dieter Quast errichtete erste Bauabschnitt öffnete 1979, Stadt und Land trugen Bau und Betrieb gemeinsam. Das 1994 als eigene Abteilung eingerichtete Kurt Schwitters Archiv betreut 1.124 bildnerische Werke des Künstlers, der einen Teil seines Lebens in Hannover verbrachte – 112 Originale aus eigenem Bestand und 1.012 Werke als Dauerleihgabe der Kurt und Ernst Schwitters Stiftung – sowie seit 2008 den schriftlichen Nachlass mit rund 600 Autografen. Editionen aus diesem Bestand werden gelegentlich über den Museumsshop angeboten, der zudem Kataloge und Grafikmappen zu Wechselausstellungen führt. Das 1937 gegründete Wilhelm-Busch-Museum im Georgengarten bietet Kunstdrucke, Grafiken und Editionen im Bereich Zeichnung und Karikatur.
Schon gewusst?
Wo kauft man in Hannover zeitgenössische Originalkunst?
Anlaufstellen sind die Galerien in der Nordstadt und im Lister Viertel – etwa Galerie Falkenberg und metavier – sowie Ausstellungen der Kestner Gesellschaft und des Kunstvereins Hannover. Für Direktkäufe bei freischaffenden Künstlerinnen und Künstlern empfiehlt sich der Kontakt über das Atelierhaus Hannover oder Ausstellungseröffnungen.
Bietet das Sprengel Museum Hannover Editionen oder Grafik zum Kauf an?
Das Sprengel Museum führt im Museumsshop Kataloge, Reproduktionen und gelegentlich Editionen zu Wechselausstellungen. Für Originaldruckgrafik von Künstlerinnen und Künstlern aus der Sammlung sind spezialisierte Auktionen und Kunsthändler der geeignetere Weg.
Gibt es in Hannover Kunstauktionen?
Hannover hat einige regionale Auktionshäuser, die niedersächsische Kunst und Antiquitäten anbieten. Für breit aufgestellte Kunstauktionen bieten Hamburg und Berlin die nächsten überregionalen Möglichkeiten.
Was bietet das Atelierhaus Hannover für Künstlerinnen und Künstler?
Der gemeinnützige Verein stellt Atelierräume für Künstlerinnen und Künstler bereit, die den Standort Hannover bewusst gewählt haben, und trägt damit zur Sichtbarkeit der freien Szene jenseits der etablierten Galerien bei.
Quellen & Hinweis
https://www.sprengel-museum.dehttps://www.kestnergesellschaft.dehttps://www.kunstverein-hannover.dehttps://galerie-falkenberg.deDieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell geprüft.