Bildende Künstler

Kunst kaufen in Bremen

Bremen verbindet einen der ältesten Kunstvereine Deutschlands mit Galerien im Viertel, einem Atelierhaus in Gröpelingen und direktem Zugang zur Worpsweder Künstlerkolonie – mehrere Wege zum Kunstkauf in der Hansestadt.

Tradition seit 1823 und die Kunsthalle

Der Kunstverein in Bremen wurde am 14. November 1823 auf Initiative von Senator Hieronymus Klugkist gegründet; 34 Gründungsmitglieder, darunter elf Senatoren und 16 Kaufleute, standen am Anfang und machen ihn zu einem der ältesten Kunstvereine Deutschlands. Seit 1849 ist der Verein privater Träger der Kunsthalle Bremen, deren Gebäude zwischen 1847 und 1849 errichtet und seither mehrfach erweitert wurde, zuletzt 2011 um zwei Seitenflügel. Mit über 10.000 Mitgliedern ist der Kunstverein in Bremen der mitgliederstärkste Kunstverein Deutschlands. Unter der Leitung von Gustav Pauli von 1899 bis 1914 etablierte die Kunsthalle die französische Moderne im Haus; sein Ankauf von Vincent van Goghs „Mohnfeld" für 30.000 Mark im Jahr 1911 markierte den Höhepunkt dieser Sammlungspolitik und löste mit dem vom Worpsweder Maler Carl Vinnen angeführten „Protest deutscher Künstler" eine bundesweite Debatte aus, der unter anderem Max Liebermann, Lovis Corinth, Wassily Kandinsky und Otto Modersohn öffentlich widersprachen. Das Kupferstichkabinett der Kunsthalle verwahrt heute über 220.000 Handzeichnungen und druckgrafische Blätter aus sieben Jahrhunderten und zählt damit zu den bedeutendsten grafischen Sammlungen Europas; der Bestand reicht von Aquarellen und Skizzenbüchern bis zu Plakaten und illustrierten Büchern.

Galerien im Viertel und Atelierhaus Roter Hahn

Bremens Galerienszene konzentriert sich auf das Viertel (Ostertor/Steintor) und die Innenstadt; Druckgrafik, Fotografie und Arbeiten auf Papier sind dort besonders gut vertreten. In Gröpelingen hat sich seit 2006 das Atelierhaus Roter Hahn in der ehemaligen Wagenhalle der alten Feuerwache 6 etabliert: Es vereint Künstlerateliers, ein Kinder- und Jugendatelier und eine 73 Quadratmeter große Galerie unter einem Dach. Der Güterbahnhof Bremen bietet seit 1997 rund 100 Arbeitsräume für etwa 300 Künstlerinnen, Künstler und Kulturschaffende und zählt zu den größeren Kreativstandorten der Stadt. Beide Standorte laden regelmäßig zu Tagen der offenen Tür ein, bei denen Werke direkt von den dort arbeitenden Künstlerinnen und Künstlern erworben werden können.

Kunst aus Worpswede direkt kaufen

In Worpswede selbst, das Fritz Mackensen, Otto Modersohn und weitere Maler 1889 als Künstlerkolonie begründeten, verkaufen mehrere Galerien und Studios zeitgenössische Kunst von dort lebenden Künstlerinnen und Künstlern. Zu den Gründungsmitgliedern zählten neben Mackensen und Modersohn auch Fritz Overbeck, Hans am Ende und Heinrich Vogeler, dessen Anwesen Barkenhoff sich zu einem Zentrum des Künstlerlebens entwickelte und heute museal zugänglich ist; auch Carl Vinnen, der 1911 den Bremer Künstlerstreit auslöste, gehörte der Kolonie an. Wer historische Worpsweder Kunst sucht – Druckgrafiken, Zeichnungen oder kleinere Gemälde aus dem frühen 20. Jahrhundert – findet bei auf diese Region spezialisierten Kunsthändlern und auf Auktionen in Bremen und Hamburg ein Angebot.

Museumsshops und Direktkauf

Die Kunsthalle Bremen, das Paula Modersohn-Becker Museum und die Weserburg führen Shops mit Editionen und Katalogen zu ihren Sammlungen; die Kunsthalle verkauft im eigenen Shop auch Grafik aus ihrem Bestand zu zugänglichen Preisen. Für Direktkäufe bei zeitgenössischen Bremer Künstlerinnen und Künstlern bleiben Ausstellungseröffnungen im Viertel, im Atelierhaus Roter Hahn und im Güterbahnhof der direkteste Weg, um Werke ohne Galerieaufschlag zu erwerben. Wer gezielt nach Editionen norddeutscher Gegenwartskunst sucht, findet im Viertel zusätzliche kommerzielle Galerien, deren Programm sich von den musealen Beständen unterscheidet und ausschließlich auf den Verkauf ausgerichtet ist.

Schon gewusst?

Wo kauft man in Bremen Originalkunst?

Galerien im Viertel und in der Innenstadt sind die erste Anlaufstelle, ergänzt durch das Atelierhaus Roter Hahn in Gröpelingen und den Güterbahnhof Bremen mit rund 300 dort arbeitenden Künstlerinnen und Künstlern. In Worpswede (30 Minuten entfernt) verkaufen zusätzlich mehrere Galerien zeitgenössische Kunst aus dem Ort.

Wo bekommt man Worpsweder Grafiken und historische Werke?

Historische Druckgrafiken, Zeichnungen und kleinere Gemälde aus der 1889 gegründeten Worpsweder Kolonie finden sich bei auf norddeutsche Kunst spezialisierten Kunsthändlern in Bremen und Hamburg sowie auf regionalen Auktionen. In Worpswede selbst gibt es Galerien, die auch historische Werke führen.

Hat die Kunsthalle Bremen ein Programm für Kunstkäufer?

Die Kunsthalle Bremen verkauft in ihrem Museumsshop Druckgrafik aus dem eigenen Bestand sowie Editionen und Kataloge zu Ausstellungen. Träger der Kunsthalle ist seit 1849 der 1823 gegründete Kunstverein in Bremen, mit über 10.000 Mitgliedern der mitgliederstärkste Kunstverein Deutschlands.

Was bietet das Atelierhaus Roter Hahn für Kunstinteressierte?

Das Atelierhaus Roter Hahn in Gröpelingen vereint seit 2006 Künstlerateliers mit einer 73 Quadratmeter großen Galerie in der ehemaligen Wagenhalle der alten Feuerwache 6 und zeigt regelmäßig Ausstellungen unterschiedlicher künstlerischer Positionen.

Quellen & Hinweishttps://www.kunsthalle-bremen.dehttps://www.pmbm.dehttps://www.worpswede.de

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