Offene Ateliers in Halle an der Saale
Der Hochschulrundgang der Burg Giebichenstein ist der zentrale Ateliertermin in Halle. Daneben öffnen das Künstlerhaus 188 und freie Künstlerinnen und Künstler auf dem Gelände des Kunstvereins Talstrasse regelmäßig ihre Arbeitsräume.Arbeiten in Ateliers in Halle ansehen
Rundgang Burg Giebichenstein
Die Burg Giebichenstein Kunsthochschule geht auf die 1879 aus der Provinzial-Gewerbeschule und der Gewerblichen Zeichenschule fusionierte Handwerker- und Kunstgewerbeschule Halle zurück; mit der Berufung des Architekten Paul Thiersch zum Direktor 1915 erhielt sie ihre bis heute prägende Werkstattorientierung nach den Ideen des Deutschen Werkbunds. Im Jahr 1922 zog die Schule erstmals in die Unterburg von Giebichenstein, der sie seither ihren Namen verdankt. Einmal jährlich öffnet die Hochschule ihre Ateliers und Werkstätten für die Öffentlichkeit. Beim Rundgang zeigen Studierende und Lehrende Jahresprojekte, Abschlussarbeiten und laufende Werkserien aus allen Studiengängen – von Freier Malerei und Bildhauerei über Grafik und Illustration bis zu Produkt- und Modedesign. Der Termin zieht Besucherinnen und Besucher aus Halle, Leipzig, Magdeburg und dem weiteren mitteldeutschen Einzugsgebiet an.
Kunstverein Talstrasse: Ateliers in der Villa am Saaleufer
Im August 1991 gründeten neun Absolventinnen und Absolventen der Kunsthochschule Burg Giebichenstein gemeinsam den Kunstverein „Talstrasse" e.V. Mitbegründer Matthias Rataiczyk hatte bereits im Frühjahr 1991 eine spätklassizistische, zu jener Zeit stark verfallene Villa am westlichen Saaleufer in der Hallischen Talstraße gesichert, in der schon seit den frühen Nachkriegsjahren Absolventinnen und Absolventen der nahen Kunstschule lebten und arbeiteten und bereits Ateliers sowie Werkstätten für Glas und Weberei bestanden. 2014 eröffnete ein moderner Anbau der Villa, der zusätzliche Ausstellungs- und Atelierflächen schuf und die ursprünglich provisorisch in der Villa untergebrachten Glas- und Webwerkstätten in zeitgemäße Arbeitsräume überführte. Auf dem Gelände des ehemaligen Städtischen Schlachthofs in der Seebener Straße betreibt der Kunstverein zusätzlich Atelierräume, die bei Vereinsveranstaltungen und Sonderterminen für die Öffentlichkeit zugänglich werden; ergänzend nutzt der Verein die Galerie f2 in einem ehemaligen Pferdestall im Stadtteil Giebichenstein, in der mehrmals jährlich Wechselausstellungen von Vereinsmitgliedern und eingeladenen Gastkünstlerinnen und -künstlern gezeigt werden. Wer die freie Szene jenseits der Hochschule kennenlernen möchte, findet hier einen unmittelbaren Einblick in die alltägliche Arbeitsrealität freischaffender Künstlerinnen und Künstler in Halle.
Künstlerhaus 188 und Ateliers auf Anfrage
Am Böllberger Weg betreibt der Ende 1993 unter anderem von Jürgen Weißbach mitbegründete Verein Künstlerhaus 188 e.V. ein Haus mit Atelierräumen sowie Druck-, Keramik-, Schmuck- und Holzwerkstätten; ein eigenes Tonstudio ergänzt das Angebot. Neben Ausstellungen und Veranstaltungen bietet das Haus auch Kurse und Nachwuchsförderung an der Schnittstelle von Handwerk, Kunst und Design. Darüber hinaus sind viele in Halle lebende Künstlerinnen und Künstler für persönliche Atelierbesuche offen, insbesondere wenn konkretes Interesse an Werken besteht. Individuelle Atelierbesuche lassen sich meist über die Website oder den Social-Media-Auftritt der jeweiligen Künstlerin oder des Künstlers vereinbaren. Die im Vergleich zu größeren Städten günstigen Mietverhältnisse ermöglichen zudem großzügige Atelierräume – ein Vorteil für Besucherinnen und Besucher.
Wer Halle als Kunstziel plant, verbindet den Atelierbesuch sinnvoll mit der Stiftung Moritzburg und der Galerie Marktschlösschen – alle Stationen liegen in der kompakten Innenstadt fußläufig erreichbar, während Kunstverein und Künstlerhaus 188 mit dem Fahrrad oder kurzen Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen sind.
Zwischen Hochschulrundgang, der Villa des Kunstvereins Talstrasse und dem Künstlerhaus 188 zeigt sich die Hallische Szene in drei unterschiedlichen Maßstäben – von der institutionellen Jahresschau bis zur persönlich verabredeten Begegnung im Arbeitsraum einer einzelnen Künstlerin oder eines einzelnen Künstlers.
Schon gewusst?
Wann findet der Rundgang der Burg Giebichenstein Halle statt?
Der Hochschulrundgang der Burg Giebichenstein findet in der Regel einmal jährlich im Sommer, meist im Juli, statt. Die genauen Termine veröffentlicht die Hochschule auf ihrer Website unter burg-halle.de.
Was ist der Kunstverein Talstrasse?
Ein 1991 von neun Absolventinnen und Absolventen der Burg Giebichenstein gegründeter Verein, der seither eine spätklassizistische Villa am Saaleufer in der Talstraße sowie Atelierräume auf dem Gelände des ehemaligen Schlachthofs in der Seebener Straße betreibt. Bei Vereinsveranstaltungen und Sonderterminen werden die Ateliers für die Öffentlichkeit zugänglich.
Wie besucht man Ateliers in Halle außerhalb von Veranstaltungen?
Viele Hallesche Künstlerinnen und Künstler sind für persönliche Atelierbesuche offen, etwa über das Künstlerhaus 188 am Böllberger Weg. Kontakt nimmt man am besten über die eigene Website oder die Social-Media-Kanäle der jeweiligen Künstlerin oder des Künstlers auf; der Kunstverein Talstrasse vermittelt ebenfalls Kontakte in die freie Szene.
Quellen & Hinweis
https://www.burg-halle.dehttps://www.kunstverein-talstrasse.dehttps://www.halle.deDieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell geprüft.