Bildende Künstler

Offene Ateliers in Karlsruhe

Das Atelierhaus Neue Schule in Karlsruhe-Bulach besteht seit 1978 und zählt zu den ältesten Ateliergemeinschaften der Stadt. Die Abschlussausstellungen der HfG Karlsruhe sowie ZKM und Badischer Kunstverein ergänzen das Programm für Kunstinteressierte.

Atelierhaus Neue Schule: seit 1978 in Karlsruhe

Am 9. September 1978 gründeten elf Mitglieder – Architekturstudierende, Maler, Fotografen und Modellbauer – die „Ateliergemeinschaft Die Schule" in der ehemaligen Handelslehranstalt 2 an der Mathystraße 42a. Nachdem das Deutsche Rote Kreuz das Gebäude nach sechs Jahren zurückforderte, zogen sechs Mitglieder 1984 in die alte Wäscherei „Roll" im Stadtteil Bulach, die ihnen von der Stadt zur eigenständigen Renovierung überlassen wurde. Aus diesem Umzug entstand das bis heute bestehende Atelierhaus Neue Schule in der Neue-Anlage-Straße 10. Auf Initiative des Bürgervereins Bulach wurde das Gebäude 2013 unter Denkmalschutz gestellt – eine Anerkennung der gewachsenen Künstlerinitiative, die über Jahrzehnte Arbeitsräume für Malerei, Bildhauerei und Fotografie geschaffen hat. Ergänzt wird die Karlsruher Ateliersituation durch das Atelierhaus Alter Schlachthof, in dem mehrere Künstlerinnen und Künstler regelmäßig zu Ateliereinblicken einladen. Das Gebäude diente ursprünglich als städtisches Schlachthaus und wurde im Laufe der Jahrzehnte zu einem Atelierhaus mit mehreren unabhängigen Ateliers umgenutzt, ähnlich wie die Neue Schule aus einer ursprünglich anders genutzten Immobilie entstanden ist. Beide Häuser zeigen damit, wie Karlsruher Ateliergemeinschaften wiederholt leerstehende Industrie- und Verwaltungsgebäude für die Kunst nutzbar gemacht haben.

Abschlussausstellungen der HfG Karlsruhe

Die Staatliche Hochschule für Gestaltung Karlsruhe zeigt bei ihren Abschlussausstellungen Arbeiten aus Bildender Kunst, Medienkunst und Produktdesign. Die Veranstaltung gibt direkten Einblick in die Ateliers und Werkstätten der Hochschule und gilt als wichtiger Termin für die freie Kunstszene der Stadt. Die HfG wurde am 15. April 1992 als Reformhochschule eröffnet; gegründet wurde sie zwischen 1989 und 1992 gemeinsam mit dem benachbarten ZKM vom Kunsthistoriker Heinrich Klotz. Mit rund 330 Studierenden vergibt sie bis heute Diplom- und Magisterabschlüsse statt Bachelor und Master, da von Beginn an projektbezogen statt in modularisierten Kursen gelehrt wird.

ZKM und Badischer Kunstverein als Ergänzung

Das ZKM – Zentrum für Kunst und Medientechnologie und der Badische Kunstverein ergänzen die Karlsruher Atelierlandschaft um ein institutionelles Programm aus Medienkunst, Ausstellungen und Veranstaltungen wie der Langen Nacht der Museen. Diese Häuser sind wichtige Bühnen für internationale Positionen, ersetzen aber nicht den direkten Werkstattbesuch in den Ateliergemeinschaften der Stadt. Der Badische Kunstverein wurde bereits 1818 als „Verein für bildende Künste" gegründet und ist damit, nach Nürnberg (1792) und Hamburg (1817), der drittälteste Kunstverein Deutschlands; zu den Gründern zählte der Maler Karl Ludwig Frommel. Das heutige Vereinsgebäude an der Waldstraße wurde nach einem Entwurf des Architekten Friedrich Ratzel errichtet und 1900 durch Großherzog Friedrich I. eingeweiht. Die Gründung des ZKM geht auf die frühen 1980er Jahre zurück: 1986 schlossen sich Vertreter von Stadt, Hochschule, Musikhochschule, Forschungszentrum und der Karlsruher Kunstszene zur „ZKM-Projektgruppe" zusammen, die 1988 mit „Konzept 88" ihre programmatischen Grundlagen vorlegte. 1989 wurde das ZKM offiziell von Stadt und Land gegründet und der Kunsthistoriker Heinrich Klotz als Gründungsdirektor berufen; seit 1997 ist das Zentrum in einer ehemaligen Munitionsfabrik untergebracht, die unter Denkmalschutz steht.

Atelierbesuche auf Anfrage

Kontakt zu den Künstlerinnen und Künstlern des Atelierhauses Neue Schule und des Alten Schlachthofs nimmt man am besten über die eigene Website oder die Social-Media-Kanäle der jeweiligen Künstlerin oder des Künstlers auf. Viele Ateliers laden zu festen Terminen im Jahr zu Ateliereinblicken ein, bei denen Werkstätten und laufende Arbeiten direkt besichtigt werden können.

Schon gewusst?

Seit wann besteht das Atelierhaus Neue Schule in Karlsruhe?

Die Ateliergemeinschaft wurde am 9. September 1978 gegründet und zog 1984 in die ehemalige Wäscherei Roll im Stadtteil Bulach. 2013 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt.

Wann finden die Abschlussausstellungen der HfG Karlsruhe statt?

Die Abschlussausstellungen finden jährlich statt und zeigen Arbeiten aus Bildender Kunst, Medienkunst und Produktdesign in den Ateliers und Werkstätten der Hochschule.

Wie nimmt man Kontakt zu Karlsruher Atelierkünstlerinnen und -künstlern auf?

Kontakt nimmt man am besten über die eigene Website oder die Social-Media-Kanäle der jeweiligen Künstlerin oder des Künstlers auf. Viele Ateliers laden zudem zu festen Terminen im Jahr zu Ateliereinblicken ein.

Quellen & Hinweishttps://www.hfg-karlsruhe.dehttps://zkm.dehttps://www.badischer-kunstverein.de

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell geprüft.