Offene Ateliers in Saarbrücken
In Saarbrücken arbeiten Künstlerinnen und Künstler im KuBa, einem ehemaligen Bahngebäude mit 20 Ateliers, und an der HBKsaar, die seit 1989 die einzige Kunsthochschule des Saarlandes ist. Die Moderne Galerie ergänzt das Programm mit Führungen.Arbeiten in Ateliers in Saarbrücken ansehen
KuBa: 20 Ateliers in einem ehemaligen Bahngebäude
Das Kulturzentrum am Eurobahnhof (KuBa) eröffnete im September 2007 auf dem ehemaligen Bahngelände nördlich des Saarbrücker Hauptbahnhofs; die Vergangenheit als Gebäude der Deutschen Bahn ist im Haus bis heute spürbar und verleiht ihm eine eigene Atmosphäre. Im Atelierhaus arbeiten Künstlerinnen und Künstler sowie weitere Kulturschaffende in 20 Arbeits- und Projekträumen, eine Kombination aus Atelierhaus und Veranstaltungsort, die in dieser Form in der Großregion selten ist. Einmal im Jahr zeigen die KuBa-Künstlerinnen und -Künstler ihre Arbeiten gemeinsam in einem Herbstsalon, der die Bandbreite des Hauses von Malerei über Fotografie bis zu Objektkunst sichtbar macht.
Seit 2020 vergibt das KuBa ein Atelierstipendium: Zwei junge Künstlerinnen oder Künstler aus der Region nutzen für ein Jahr kostenfrei einen Atelierraum. Ein weiterer Raum steht internationalen Gastkünstlerinnen und -künstlern zur Verfügung und soll den künstlerischen Austausch über Grenzen hinweg fördern – ein Programm, das die Nähe Saarbrückens zu Frankreich und Luxemburg widerspiegelt und das Atelierhaus zu einem Knotenpunkt der grenzüberschreitenden Kunstszene der Großregion macht.
HBKsaar: Jahresausstellung der einzigen Kunsthochschule des Saarlandes
Die Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBKsaar) wurde 1989 gegründet und ging aus der 1924 gegründeten Staatlichen Schule für Kunst und Kunstgewerbe sowie der seit 1946 bestehenden Schule für Kunst und Handwerk hervor. Von 1971 bis 1989 war dieser Bereich als Fachbereich Design Teil der Fachhochschule des Saarlandes, bevor er 1989 mit 231 Studierenden in die neu gegründete HBKsaar überging. Seither hat sich die Hochschule zu einem wichtigen Kreativzentrum der Großregion Saarland-Rheinland-Pfalz-Elsass-Lothringen-Luxemburg-Wallonien entwickelt, die durch ihre geografische Lage Studierende aus mehreren Ländern anzieht.
Zur Jahresausstellung öffnen Ateliers, Studios und Ausstellungsräume der Hochschule für die Öffentlichkeit – die wichtigste Gelegenheit, mit Studierenden und Absolventinnen und Absolventen direkt ins Gespräch zu kommen und Arbeiten zu sehen, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind. Wer regelmäßig an der Jahresausstellung teilnimmt, bekommt zudem mit, wie sich einzelne künstlerische Positionen über mehrere Studienjahre hinweg entwickeln – ein Einblick, den eine einzelne Galerieausstellung kaum bieten kann.
Moderne Galerie als Ergänzung
Die Moderne Galerie ist Teil des Saarlandmuseums und geht auf die 1925 von Fritz Grewenig gegründete Graphische Sammlung zurück, die ursprünglich als Lehrsammlung für die Staatliche Schule für Kunst und Kunstgewerbe diente. Eine bedeutende Sammlung moderner Kunst aus der Weimarer Republik, aufgebaut im Vorgänger-Haus Staatliches Museum Saarbrücken, ging 1937 durch die nationalsozialistische Aktion »Entartete Kunst« größtenteils verloren. Das heutige Museumsgebäude, entworfen vom St. Ingberter Architekten Hanns Schönecker, entstand zwischen 1965 und 1976 in drei Bauabschnitten und steht unter Denkmalschutz; ein Erweiterungsbau öffnete im November 2017. Führungen erschließen unter anderem die Archipenko-Sammlung mit Werken des ukrainisch-amerikanischen Bildhauers Alexander Archipenko, die Fotosammlung Steinert und Bestände der École de Paris.
Wer Kontakt zu einer Saarbrücker Künstlerin oder einem Künstler sucht, findet die passenden Angaben am besten über deren eigene Website oder Social-Media-Kanäle. Saarbrücken lässt sich gut mit einem Ausflug ins benachbarte Metz verbinden, wo das Centre Pompidou-Metz eine Außenstelle des Pariser Centre Pompidou und eine feste Adresse für internationale Gegenwartskunst in Lothringen ist. Wer beide Häuser an einem Wochenende besucht, erlebt die saarländisch-lothringische Kunstlandschaft als zusammenhängenden Raum statt als zwei getrennte Programme.
Schon gewusst?
Was ist das KuBa in Saarbrücken?
Das Kulturzentrum am Eurobahnhof (KuBa) eröffnete im September 2007 in einem ehemaligen Bahngebäude. Im Atelierhaus arbeiten Künstlerinnen und Künstler in 20 Arbeits- und Projekträumen; seit 2020 vergibt das KuBa ein einjähriges Atelierstipendium an zwei junge Künstlerinnen oder Künstler aus der Region.
Wann findet die Jahresausstellung der HBKsaar statt?
Die Hochschule der Bildenden Künste Saar veranstaltet in der Regel einmal jährlich eine Jahresausstellung mit Öffnung von Ateliers und Ausstellungsräumen. Termine veröffentlicht die Hochschule auf ihrer Website unter hbksaar.de.
Lohnt ein Abstecher nach Metz in Verbindung mit Saarbrücken?
Ja. Metz liegt weniger als 60 Kilometer von Saarbrücken entfernt und beherbergt das Centre Pompidou-Metz, eine Außenstelle des Pariser Centre Pompidou. Eine Kombination aus Moderner Galerie, KuBa und Centre Pompidou-Metz ergibt ein dichtes Zweitages-Kunstprogramm.
Quellen & Hinweis
https://www.modernegalerie.orghttps://www.hbksaar.dehttps://www.saarbruecken.de/kulturDieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell geprüft.