Bildende Künstler

Kunst kaufen in Stuttgart

Stuttgart bietet ein breites Angebot für Kunstkäuferinnen und Kunstkäufer: kommerzielle Galerien in Innenstadt und Stuttgarter Westen, Editionen des Württembergischen Kunstvereins und direkter Zugang zu Absolventen der ABK über den jährlichen Rundgang.

Galerien im Stuttgarter Zentrum und Westen

Die Stuttgarter Galerieszene konzentriert sich auf die Innenstadt sowie auf den Stuttgarter Westen, ein Viertel mit dichter Kneipen- und Atelierkultur. Kommerzielle Galerien zeigen zeitgenössische Malerei, Grafik und Skulptur in einem breiten Preisspektrum – von zugänglichen Editionen bis zu Werken etablierter Positionen. Wer gezielt nach in Stuttgart ansässigen Künstlerinnen und Künstlern sucht, findet über deren Ateliers im Westen und in den Vororten einen direkten Kontaktweg für den Atelierkauf.

Direktkauf bei Absolventen der ABK

Die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart zählt mit rund 850 Studierenden und 23 Studiengängen zu den größeren Kunsthochschulen Deutschlands. Bei ihrem traditionellen Rundgang zum Ende des Sommersemesters – 2026 vom 17. bis 19. Juli – öffnen die Studierenden für ein verlängertes Wochenende ihre Ateliers und Klassenräume und zeigen Arbeiten aus Architektur, Design, Kunst, Konservierung-Restaurierung und Kunstgeschichte-Ästhetik. Der direkte Kauf ist hier deutlich günstiger als im etablierten Galerienhandel; in Stuttgart lebende Künstlerinnen und Künstler sind im Anschluss an den Rundgang häufig per Anfrage für Atelierbesichtigungen offen.

Nagel Auktionen: Versteigerungen mit internationaler Reichweite

Fritz Nagel gründete 1922 in Mannheim eine Kunsthandlung, aus der sich das heute in der Stuttgarter Neckarstraße ansässige Auktionshaus Nagel Auktionen entwickelte – eines der führenden deutschen Häuser für Asiatika, Schmuck, Möbel und Gemälde. Bekannte Ergebnisse waren 2018 rund 7,3 Millionen Euro für eine chinesische Bronze aus der Qianlong-Zeit und 2022 etwa 8,7 Millionen Euro für die „Art Kite Collection" mit Werken von Gerhard Richter, Robert Rauschenberg und Yayoi Kusama. Für Sammlerinnen und Sammler mit Interesse an internationaler Kunst und Antiquitäten bieten die regelmäßigen Auktionen und die vorausgehenden Besichtigungstermine einen direkten Einstieg.

Staatsgalerie Stuttgart: Museumsshop und Grafische Sammlung

Die 1843 eröffnete Staatsgalerie Stuttgart zeigt auf rund 12.000 Quadratmetern Malerei und Skulptur aus acht Jahrhunderten; die Grafische Sammlung umfasst etwa 400.000 Blätter und gehört damit zu den größten ihrer Art in Deutschland. Bei einer umfassenden Bestandsaufnahme zwischen 2014 und 2020 fanden sich mehr als 500 international als Kriegsverlust gesuchte Blätter wieder, die 1944 bei einem Bombenangriff als verloren gegolten hatten. Der von Cedon betriebene Museumsshop führt Kataloge, Kunstpostkarten und Reproduktionen aus der Grafischen Sammlung – ein günstiger Einstieg für alle, die mit Editionen statt Originalen sammeln möchten.

Württembergischer Kunstverein: Editionen und Verkaufsausstellungen

Der 1827 gegründete Württembergische Kunstverein zählte zu den ersten deutschen Vereinen, die Werke einheimischer Künstler ankauften, ausstellten und unter den Mitgliedern verlosten. Seit 1913 hat er seinen Sitz im von Theodor Fischer entworfenen Kunstgebäude am Schlossplatz, das im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört und erst 1961 mit einem modernen Erweiterungsbau wiederaufgebaut wurde. Mit rund 2.500 Mitgliedern, mehr als 1.700 Quadratmetern Ausstellungs- und Veranstaltungsfläche, Werkstätten und einem eigenen Atelierhaus zählt er heute zu den größten Kunstvereinen Deutschlands. Er gibt regelmäßig Editionen heraus – unter anderem von Ines Doujak und Anna Oppermann – und veranstaltet Verkaufsausstellungen, bei denen Werke ohne Galerieprovision direkt erworben werden können. Der Mitgliedsbeitrag berechtigt zu Vergünstigungen bei Vereinsveranstaltungen.

Wer in die Stuttgarter Szene einsteigen will, kombiniert Galeriebesuche im Zentrum und Westen mit dem Programm des Württembergischen Kunstvereins und nutzt den jährlichen Rundgang der ABK als Einstiegspunkt in zeitgenössische Stuttgarter Positionen.

Schon gewusst?

Wo kauft man in Stuttgart zeitgenössische Originalkunst?

Kommerzielle Galerien in der Stuttgarter Innenstadt und im Stuttgarter Westen bieten ein breites Spektrum. Ergänzend ermöglicht der jährliche Rundgang der ABK Stuttgart den direkten Kauf bei Studierenden und Absolventen, deren Ateliers im Anschluss oft für Besuche offen sind.

Gibt es günstige Möglichkeiten, Kunst in Stuttgart zu kaufen?

Der Württembergische Kunstverein gibt Editionen und Grafiken heraus, die deutlich unterhalb von Galeriepreisen liegen. Der ABK-Rundgang bietet Werke von Studierenden und Absolventen zu oft erschwinglichen Preisen. Mitglieder des Kunstvereins erhalten Vergünstigungen bei Vereinsveranstaltungen.

Was ist beim Kunstkauf in Stuttgart zu beachten?

Auch beim Kauf direkt im Atelier oder beim Kunstverein sollte man auf vollständige Dokumentation achten: Signatur auf der Arbeit, schriftliche Rechnung mit Werktitel und Entstehungsjahr. Bei Editionen ist die Nummerierung und das Druckverfahren relevant. Galerien stellen in der Regel Echtheitszertifikate aus.

Quellen & Hinweishttps://www.wkv-stuttgart.dehttps://www.abk-stuttgart.dehttps://www.auction.de

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