Bildende Künstler

Kunst kaufen in Darmstadt

In Darmstadt verbindet sich die Jugendstil-Tradition der Mathildenhöhe mit einem der ersten Kunstvereine Deutschlands, mehreren Galerien für zeitgenössische Kunst und offenen Ateliers im September – mehrere Wege zum direkten Kunstkauf in einer Stadt, die 30 Minuten vom Frankfurter Kunstmarkt entfernt liegt.

Die Künstlerkolonie als Ursprung

1899 berief Großherzog Ernst Ludwig auf Anregung des Kunstverlegers Alexander Koch sieben Jugendstilkünstler nach Darmstadt: Peter Behrens, Paul Bürck, Rudolf Bosselt, Hans Christiansen, Ludwig Habich, Patriz Huber und Joseph Maria Olbrich. Olbrich, als einziger ausgebildeter Architekt der Gruppe, wurde zur zentralen Figur der Künstlerkolonie und entwarf 1901 das Ernst-Ludwig-Haus als gemeinsames Atelierhaus für die erste Kolonie-Ausstellung. 1908 folgte der Hochzeitsturm, errichtet zur Erinnerung an die Vermählung des Großherzogpaares im Jahr 1905. Seit dem 24. Juli 2021 ist das Ensemble Mathildenhöhe als UNESCO-Welterbe anerkannt. Originale aus der Koloniezeit – Möbel, Grafik, Geschirr – finden Käufer bei spezialisierten Antiquitätenhändlern und auf Auktionen im Rhein-Main-Gebiet; die Museumsshops des Hessischen Landesmuseums und des Museums Künstlerkolonie bieten dazu Reproduktionen, Kataloge und Editionen.

Die erste große Kolonie-Ausstellung „Ein Dokument Deutscher Kunst" eröffnete am 15. Mai 1901 und dauerte bis in den Oktober desselben Jahres; für sie schuf Olbrich mit dem Haus für Flächenkunst, einem Spielhaus für die Darmstädter Festspiele und dem Hauptportal eigene, aus Holz errichtete Ausstellungsbauten, die nach fünf Monaten wieder abgebaut wurden. Die aufwendige, kostenintensive Anlage der Schau endete in einem finanziellen Defizit. Zum Ensemble der Mathildenhöhe gehört zudem die 1899 eingeweihte Russische Kapelle, die Zar Nikolaus II. – seit 1894 mit der Schwester Großherzog Ernst Ludwigs verheiratet – vom Petersburger Hofarchitekten Léon Benois auf eigens herangeschafftem russischem Erdreich errichten ließ, um bei seinen Darmstadt-Besuchen einen orthodoxen Gottesdienstraum zur Verfügung zu haben.

Kunstverein mit langer Geschichte

Der Kunstverein Darmstadt wurde 1833 von Jakob Felsing gegründet und zählt zu den ersten Kunstvereinen in Deutschland. 1837 schloss er sich mit den Kunstvereinen in Mainz, Mannheim, Karlsruhe und Straßburg zum Rheinischen Kunstverein zusammen. Nach dem Zweiten Weltkrieg stellte die amerikanische Militärregierung zunächst Räume zur Verfügung, bis sich der Verein 1946 als Neuer Hessischer Kunstverein neu gründete und 1956 seinen heutigen Namen erhielt. Seit 1957 hat er seinen Sitz in der eigenen Kunsthalle am Steubenplatz. Regelmäßige Ausstellungen bieten Besucherinnen und Besuchern eine Kaufoption für Werke der gezeigten Künstlerinnen und Künstler.

Galerien für zeitgenössische Kunst

In der Innenstadt zeigen mehrere Galerien zeitgenössische Positionen: Galerie Maximilian in der Ludwigshöhstraße, Galerie Ulrich Haasch in der Martinstraße und Galerie Brigitte Klee in der Heidelberger Landstraße, die sich auf Keramik spezialisiert hat. Die Kunsthandlung Langheinz handelt mit zeitgenössischer Grafik, Malerei und Aquarellen und bietet einen Online-Verkauf samt Einrahmung an. Grafik und Arbeiten auf Papier sind in Darmstadt traditionell stark vertreten – ein Erbe der Druckgrafik-Tradition, die mit der Künstlerkolonie ihren Anfang nahm und bis in zeitgenössische Positionen nachwirkt.

Offene Ateliers und direkter Kontakt

Jeden September öffnen Darmstädter Künstlerinnen und Künstler im Rahmen der Tage der offenen Ateliers ihre Werkstätten für Besucher, darunter das Atelier Adelung33 und das Atelier Farbregen mit Malerei, Grafik, Objektkunst, Video und Fotografie. Wer das ganze Jahr über Kontakt sucht, findet ihn bei Ausstellungseröffnungen im Kunstverein und in der Kunsthalle. Die Nähe zum Frankfurter Kunstmarkt – mit der Bahn 30 Minuten entfernt – erweitert das Angebot für Sammlerinnen und Sammler erheblich, ohne dass die Darmstädter Szene an Eigenständigkeit verliert. Wer Originale aus der Koloniezeit mit zeitgenössischer Grafik kombinieren möchte, findet in Darmstadt damit beide Wege auf engem Raum.

Schon gewusst?

Wo kauft man in Darmstadt zeitgenössische Kunst?

Der Kunstverein Darmstadt, der seit 1833 besteht, zeigt regelmäßig Ausstellungen mit Kaufoption. Mehrere private Galerien in der Innenstadt – etwa Galerie Maximilian und Galerie Ulrich Haasch – ergänzen das Angebot; für ein breiteres Programm ist Frankfurt am Main in 30 Minuten erreichbar.

Wo findet man originale Jugendstilwerke aus der Darmstädter Künstlerkolonie?

Originale aus der Koloniezeit um 1899 bis 1914 – Möbel, Grafik, Geschirr – sind bei spezialisierten Antiquitätenhändlern und auf Auktionen im Rhein-Main-Gebiet zu finden. Die Museumsshops des Hessischen Landesmuseums und des Museums Künstlerkolonie bieten hochwertige Reproduktionen und Kataloge.

Wann finden die offenen Ateliers in Darmstadt statt?

Die Tage der offenen Ateliers finden jährlich im September statt. Studios wie Atelier Adelung33 und Atelier Farbregen zeigen dabei Malerei, Grafik, Objektkunst, Video und Fotografie und ermöglichen direkten Kontakt zu den Künstlerinnen und Künstlern.

Welche Rolle spielt der Kunstverein Darmstadt für Käufer?

Der 1833 gegründete Kunstverein zeigt in seiner Kunsthalle am Steubenplatz, die seit 1957 sein Sitz ist, regelmäßig Ausstellungen mit Verkaufsoption und bietet damit einen niedrigschwelligen Einstieg in den lokalen Kunstmarkt.

Quellen & Hinweishttps://www.mathildenhoehe.euhttps://www.kunstverein-darmstadt.dehttps://www.kunsthalle-darmstadt.de

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell geprüft.