Bildende Künstler

Kunst kaufen in Düsseldorf

In Düsseldorf kauft man Kunst dort, wo sie entsteht: beim Akademie-Rundgang, an den Kunstpunkte-Wochenenden im Atelier – oder in den Galerien einer Stadt, die zusammen mit Köln das Rheinland zum Kunstmarktzentrum macht.
1 / 3Weiter

An der Quelle der Laufbahnen

Kaum eine Stadt bietet so frühen Zugang zu ernsthaften Positionen wie Düsseldorf: Beim Rundgang der Kunstakademie kaufen Sammler und Galeristen aus den Klassen, bevor Namen in den Galerien auftauchen. Das ist kein Geheimtipp, sondern Tradition – und macht den Akademie-Rundgang zum wichtigsten Kauftermin der Stadt. Daneben öffnen die Kunstpunkte-Wochenenden im September hunderte Ateliers für Besuche und direkte Verkäufe; der Galerienmarkt ergänzt das Bild nach oben.

Der Rundgang als Kaufgelegenheit

Beim winterlichen Rundgang der Kunstakademie kaufen Sammler und Galeristen seit jeher direkt aus den Klassen – frühe Arbeiten einer Generation, deren Namen oft erst Jahre später in den Galerien auftauchen. Wer hier erwirbt, sollte nüchtern bleiben: Der Kauf beim Nachwuchs ist in erster Linie Förderung und Geschmacksurteil, keine Geldanlage – aber kaum irgendwo ist die Verbindung von überschaubarem Preis und ernsthafter Position so dicht.

Konrad Fischer und die Pioniere der Minimal Art

Dass Düsseldorf seit den 1960er-Jahren ein eigenes Gewicht im internationalen Kunstmarkt hat, geht maßgeblich auf eine Galerie zurück: Dorothee und Konrad Fischer eröffneten 1967 in einer ehemaligen Ladenpassage in der Altstadt eine Galerie für Minimal Art, Concept Art und Arte Povera. Carl Andre hatte dort seine erste Einzelausstellung in Europa; Richard Long, Hanne Darboven, Lawrence Weiner und On Kawara zeigten bei Fischer ihre allerersten Einzelausstellungen überhaupt. Seit 2015 führt Berta Fischer, die Tochter der Gründer, das Haus mit Standorten in Düsseldorf und Berlin weiter – ein Beleg dafür, wie tief die Düsseldorfer Galerientradition reicht und wie eng sie mit der internationalen Avantgarde verbunden war.

Kunstpunkte: ein Termin mit Geschichte

Die Kunstpunkte gehen auf eine Initiative des städtischen Kulturamts zurück, das die offenen Ateliers 1997 ins Leben rief. Seitdem öffnen Künstlerinnen und Künstler an zwei Septemberwochenenden ihre Arbeitsräume: Die südlichen Stadtteile sind jeweils am ersten, die nördlichen am zweiten Wochenende an der Reihe. 2024 beteiligten sich nach Angaben der Stadt Düsseldorf über 450 Künstlerinnen und Künstler an 206 Standorten – von einzelnen Ateliers bis zu ganzen Atelierhäusern mit offenen Türen. Für Käuferinnen und Käufer ist das der seltene Moment, in dem sich Werk, Entstehungsort und Urheberin oder Urheber unmittelbar zusammen besichtigen lassen, ohne Galerieaufschlag.

Galerien im Rheinland-Verbund

Die Düsseldorfer Galerienszene reicht vom Akademie-Umfeld bis zu international agierenden Häusern wie Sies + Höke oder Beck & Eggeling, die neben der von Fischer begründeten Tradition heute eigene internationale Programme zeigen, und bildet mit dem benachbarten Köln einen gemeinsamen Marktraum: Sammlerinnen und Sammler aus dem Rheinland besuchen beide Städte oft am selben Wochenende. Für Erstkäufer bieten die Galerien rund um Flingern und die Innenstadt der Landeshauptstadt den kuratierten Einstieg; Editionen und Grafik halten auch hier die niedrigste Schwelle. Unabhängig vom Kaufweg gehören vollständige Werkangaben, Signatur und Rechnung zum Standard, ebenso eine schriftliche Bestätigung der Echtheit bei höherpreisigen Arbeiten.

Düsseldorf kauft dort, wo Kunst entsteht – das ist das Privileg einer Produktionsstadt, die mit der Akademie, den Kunstpunkten und einer fast sechzig Jahre alten Galerientradition gleich drei direkte Wege zur Quelle bietet. Wer einen der beiden September-Termine der Kunstpunkte verpasst, findet im Winter beim Akademie-Rundgang eine zweite Gelegenheit, ohne Aufpreis direkt bei den Produzentinnen und Produzenten zu kaufen.

Schon gewusst?

Wo kauft man in Düsseldorf zeitgenössische Kunst?

In den Galerien zwischen Innenstadt und Flingern, an den Kunstpunkte-Wochenenden direkt in den Ateliers und beim Rundgang der Kunstakademie aus den Klassen. Düsseldorf und Köln bilden dabei einen gemeinsamen rheinischen Marktraum.

Lohnt der Kunstkauf beim Akademie-Rundgang?

Als Förderung und für das eigene Auge ja: Nirgendwo sind ernsthafte Positionen so früh und so erschwinglich zugänglich, und Sammler kaufen dort traditionell direkt aus den Klassen. Als Geldanlage taugt der Nachwuchskauf dagegen nicht – welche Namen sich durchsetzen, ist nicht planbar.

Welche Rolle spielt die Galerie Konrad Fischer für den Düsseldorfer Kunstmarkt?

Die 1967 gegründete Galerie zählt zu den Pionierhäusern der Minimal und Concept Art und brachte Künstler wie Carl Andre und On Kawara erstmals nach Europa beziehungsweise zu ihrer ersten Einzelausstellung. Sie steht beispielhaft für die internationale Ausrichtung der Düsseldorfer Galerienszene.

Quellen & Hinweishttps://kunstpunkte.dehttps://www.kunstakademie-duesseldorf.dehttps://www.kunstverein-duesseldorf.de

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell geprüft.