Kunstmuseum Bonn – August Macke und der Rheinische Expressionismus
Das Kunstmuseum Bonn besitzt die weltweit größte Sammlung zum Rheinischen Expressionismus. Ausgangspunkt der Sammlungstätigkeit war die Erwerbung von Werken August Mackes, der in Bonn aufgewachsen ist und 1913 die „Ausstellung Rheinischer Expressionisten“ organisierte – den ersten Nachweis einer westdeutschen Kunstbewegung neben Berlin und München. Das Museum mit rund 7.500 Objekten umfasst neben dem Rheinischen Expressionismus auch eine Sammlung der deutschen Nachkriegsmalerei und internationaler Gegenwartskunst. Das Gebäude von Axel Schultes wurde 1992 eröffnet.
Bundeskunsthalle
Die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland – kurz Bundeskunsthalle – ist eine der meistbesuchten Ausstellungshäuser Deutschlands. Das Gebäude des österreichischen Architekten Gustav Peichl wurde 1992 eröffnet und verfügt über rund 5.600 Quadratmeter Ausstellungsfläche. Das Haus zeigt wechselnde Ausstellungen zu Kunst, Kultur und Wissenschaft aus aller Welt; es betreibt keine eigene Sammlung, sondern arbeitet als reines Ausstellungshaus.
August-Macke-Haus
Das August-Macke-Haus im Bonner Stadtteil Kessenich zeigt das Wohnhaus des Malers als Gedenkstätte und Ausstellungsort. Macke lebte hier von 1911 bis zu seinem frühen Tod als Soldat 1914. Das Haus macht den persönlichen und künstlerischen Kontext des Rheinischen Expressionismus greifbar und ergänzt die Sammlung des Kunstmuseums um eine biografische Dimension.
Galerien und freie Szene
Im Bonner Stadtgebiet gibt es eine Reihe kommerzieller Galerien mit Schwerpunkten in zeitgenössischer Malerei, Fotografie und Skulptur. Der Bonner Kunstverein zeigt zeitgenössische nationale und internationale Positionen. Die Verbindung zur Kölner Szene ist eng; viele Bonner Künstlerinnen und Künstler sind in beiden Städten aktiv.
Bonn im Kunstkontext
Bonn ist eine mittelgroße Stadt mit einer außergewöhnlichen institutionellen Dichte: zwei 1992 eröffnete Museen von internationalem Rang, ein bedeutendes Erinnerungshaus und eine funktionierende Galerienszene. Für Besucherinnen und Besucher liegen Bundeskunsthalle und Kunstmuseum fußläufig voneinander entfernt.